Immer mehr Menschen ab 50 brauchen Sozialhilfe
Die Zahl der Sozialhilfebezüger ist 2007 in acht Deutschweizer Städten erstmals seit fünf Jahren gesunken. Es sind jedoch immer mehr 51- bis 65-Jährige von der Sozialhilfe abhängig.
In den Städten Zürich, Basel, Bern, Winterthur, St. Gallen, Luzern, Schaffhausen und Uster ging die Zahl der Sozialhilfefälle im Vergleich zu 2007 um 6% zurück, wie dem Jahresbericht der Städteinitiative Sozialpolitik zu entnehmen ist. Die Sozialhilfekosten sanken netto um 11%.
Gemäss der Städteinitiative Sozialpolitik sind in den acht Deutschweizer Städten jedoch seit 2004 immer mehr 51- bis 65-Jährige von der Sozialhilfe abhängig. Trotz guter Wirtschaftslage blieben die Chancen der Ältern im Arbeitsmarkt schlecht.
Eine weitere negative Entwicklung: Die Zahl der Menschen, die seit mehr als drei Jahren Sozialhilfe brauchen, hat sich in den acht Städten im Vergleich zu 2004 fast verdoppelt.
Zusammen mit den kantonalen Sozialdirektoren und dem Gemeindeverband wehrt sich die Städteinitiative gegen die Reform der Arbeitslosenversicherung (ALV). Viele Sozialhilfe-Abhängige hätten unter diesen Voraussetzungen noch weniger Chancen, von der Sozialhilfe wegzukommen.
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