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Kofi Annan verteidigt UNO

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen möchte die Schweiz gerne in der UNO begrüssen. Keystone Archive

Der Generalsekretär der UNO, Kofi Annan, hat sich den Argumenten der UNO-Gegner gestellt: In einem Interview mit der welschen Zeitung "Le Temps" antwortete er auf Kritik.

Auf den Vorwurf, die UNO unterhalte einen teuren Bürokratie-Apparat antwortete Annan: «Angesichts der Vielfalt an Aufgaben, die die UNO zu erfüllen hat, verfügt sie nur über ein relativ kleines Budget mit dem keineswegs verschwenderisch umgegangen wird.»

Die UNO gebe im Jahr 1,26 Milliarden Dollar aus. Das sei ungefähr die Hälfte des Haushalts der Stadt Zürich, sagte Annan in dem Interview vom Freitag.

«Die UNO hat in den vergangenen Jahren viel getan, um die Organisation effizienter zu machen. 1000 Arbeitsplätze wurden gestrichen», sagte Annan weiter. Das UNO-Sekretariat habe gerade mal 8900 Angestellte.

Schweizer Mitsprache-Recht

Was die Kosten eines UNO-Beitritts für die Schweiz anbelangt, sagte Annan, dass die Schweiz als Mitglied der UNO auch ein Mitsprache-Recht bei der Verwendung der Gelder hätte. Dagegen zahle sie jetzt zwar Beiträge, habe aber nur einen Beobachterstatus.

Neutralität nicht bedroht

Die Neutralität der Schweiz sieht Annan durch einen UNO-Beitritt nicht bedroht. Den Vorwand, dass die Grossmächte die Vereinten Nationen für ihre Zwecke benutzen würden, entkräftete er damit, dass «gerade die kleinen Staaten oft eine wichtige Rolle spielen, indem sie Gegner einander näher bringen und zu Frieden, Sicherheit und Entwicklung ermutigen.»

swissinfo und Agenturen

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