OECD weist Kritik der Schweiz zurück
Die OECD weist die Vorwürfe zurück, sie habe die Schweiz ungerecht behandelt. Entsprechende Äusserungen von Schweizer Behörden seien falsch, schreibt OECD-Generalsekretär Angel Gurría in einem Brief an Bundespräsident Hans-Rudolf Merz.
Der Brief datiert vom 2. April 2009. Gleichentags war im Rahmen des G20-Gipfels in London die «graue Liste» der OECD der einsichtigen Steueroasen veröffentlicht worden, auf der auch die Schweiz steht.
Der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verweist im Schreiben auf diverse Treffen und Gespräche mit Schweizer Regierungsmitgliedern und dem Schweizer Delegationsleiter bei der OECD, Eric Martin.
Bei einem von den Finanzministern Frankreichs und Deutschlands einberufenen Treffen zum Thema Steuerfragen im Oktober 2008 habe die Schweiz nicht teilgenommen.
Gurría erwähnte unter anderem ein Treffen mit Bundesrätin Doris Leuthard in Davos. Dort habe er der Schweiz nahe gelegt, aktiv zu werden, statt später zu einer Reaktion gezwungen zu werden.
Am Donnerstagabend bedauerte Gurría zudem, dass die Schweiz einen Budgetposten zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der OECD und der G-20 abgelehnt hat.
Bundespräsident Hans-Rudolf Merz liess am Freitag einmal mehr verlauten, dass die Schweiz keinerlei Kenntnis gehabt habe vom Auftrag der G-20 an die OECD, eine Liste von Steueroasen zu erstellen.
swissinfo und Agenturen
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