UNO-Menschenrechtsrat reagiert auf Finanzkrise
Das Gremium in Genf will angesichts der internationalen Wirtschaftskrise mit einer Resolution die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft schützen. Viele Länder, auch die Schweiz, haben sich jedoch der Stimme enthalten.
Der 47 Mitgliedsländer umfassende Menschenrechtsrat votierte bei einer Sondersitzung mit 31 Stimmen für die Resolution, die Garantien für internationale Hilfe an Entwicklungsländer fordert.
Es sollen auch «soziale Sicherheitsnetze zum Schutz der schwächsten Schichten» aufrecht erhalten werden. Insbesondere fordert der Menschenrechtsrat die Schaffung eines fairen, transparenten und demokratischen Systems, welches den Einbezug der Entwicklungsländer auf die internationalen wirtschaftlichen Entscheidungen stärker fördert.
Die Länder der Europäischen Union, die Vereinigten Staaten, Japan, Kanada und die Schweiz halten den Resolutionstext jedoch für unausgewogen und haben sich deshalb der Stimme enthalten. Sie sind auch der Ansicht, der UNO-Menschenrechtsrat sei nicht das richtige Forum für dieses Thema.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch