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Unternehmens-Strategie für Armee

Generalstabschef Hans-Ulrich Scherrer. Keystone

Die Schweizer Armee soll neu als Unternehmen und nach betriebswirtschaftlichen Prinzipien geführt werden. Sie soll dadurch an Effizienz gewinnen.

Der Generalstab verpasst der Armee zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Unternehmens-Strategie, die für einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren gelten soll. «Verwaltung und Armee sollen zu einem gemeinsamen Verteidigungsbereich zusammenwachsen, der die gleichen Ziele vor Augen hat und für den die gleichen Grundregeln gelten», sagte der Generalstabschef, Korpskommandant Hans-Ulrich Scherrer, am Mittwoch in Bern.

Als Ziele wurden eine Effizienz-Steigerung, eine qualitativ hoch stehende Ausbildung und technologische Ausrüstung sowie das leistungsorientierte Führen der Mitarbeiter formuliert. Damit soll nicht zuletzt auch die Attraktivität der Armee als Arbeitgeber erhöht werden.

Grosse Veränderungen durch Reformen

Die anstehenden Reformen, von denen insgesamt 360’000 Armee-Angehörige und 11’000 Mitarbeiter betroffen sind, werden laut Scherrer zu einschneidenden Veränderungen im Verteidigungsministerium (VBS) führen. Wie Bundesrat Samuel Schmid geht auch er von einem Stellenabbau im Umfang von 2000 bis 2500 Stellen aus.

Andererseits erfordere die Armee XXI einen Mehrbedarf an Personal. Der Generalstabschef will diesem Umstand so weit als möglich mit VBS-internen Personal-Verschiebungen Rechnung tragen.

Armee-Hauptquartier

Das reformierte VBS soll als eigentliches Hauptquartier der Armee, und nicht als Verwaltung im gebräuchlichen Sinn funktionieren. Neu sollen die fünf Bereiche Sicherheitspolitik, Verteidigung, Bevölkerungsschutz, Beschaffung und Technologie sowie Sport als operationelle Einheiten geschaffen werden. Diese dürfen – innerhalb ihrer jeweiligen Zielvorgaben – wie ein selbstständiges Unternehmen handeln.

Am kommenden 1. Februar tritt zudem die neue Geschäftsordnung des VBS in Kraft. Darin wird dem Generalstabschef die Verantwortung des Bereichs Verteidigung übertragen. Als alleiniger Vertreter des Verteidigungsbereichs nimmt er künftig in der Ministeriums-Leitung Einsitz.

swissinfo und Agenturen

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