Urs Schwaller fordert FDP heraus
Der christlichdemokratische Freiburger Ständerat Urs Schwaller kandidiert für den Bundesrat. Damit sind sechs Männer und eine Frau im Rennen um die Nachfolge von Pascal Couchepin.
«Ich bin ein Mann der Exekutive», erklärte der Freiburger CVP-Ständerat vor den Medien in Bern. Mit einer CVP-Kandidatur habe das Parlament nun die Möglichkeit zu wählen.
Schwaller gilt als ernsthafter Anwärter, der FDP ihren zweiten Bundesratssitz streitig zu machen. Unter der Bundeshauskuppel ist der CVP-Fraktionschef ein politisches Schwergewicht, der weit über seine eigene Partei hinaus Respekt geniesst.
Für die CVP gehe es nicht einfach um einen zweiten Sitz, sondern vor allem darum, wie der Bundesrat funktioniere, sagte CVP-Generalsekretär Tim Frey. Das habe auch damit zu tun, wen die FDP ins Rennen schicke.
Die Bundeshausfraktion der CVP entscheidet am 28. August über das weitere Vorgehen, eine allfällige Nomination würde am 8. September stattfinden.
Bisher hat sich erst der Freiburger Nationalrat und CVP-Vizepräsident Dominique de Buman auf die Kandidatenliste gesetzt. Parteipräsident Christophe Darbellay hat eine eigene Kandidatur noch nicht ausgeschlossen.
Geklärt hat sich das Feld dagegen bei der FDP: Zur Verfügung stehen der Waadtländer Staatsrat Pascal Broulis, der Neuenburger Ständerat Didier Burkhalter sowie die Genfer Nationalräte Martine Brunschwig Graf und Christian Lüscher.
Noch bedeckt halten sich die Grünen und die SVP. Die Ersatzwahl für Pascal Couchepin findet am 16. September statt.
swissinfo.ch und Agenturen
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