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«Vernünftige Lösung» unter Nachbarn

Bundespräsident Pascal Couchepin und sein deutscher Amtskollege Johannes Rau. Keystone

Die Schweiz und Deutschland bedauern das Scheitern des Flugverkehr-Vertrags. Es müsse ein Ausweg gefunden werden, sagte Bundespräsident Pascal Couchepin am Ende seines Besuchs in Berlin.

Er plädierte für neue Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt.

Probleme zwischen Deutschland und der Schweiz seien bei den Gesprächen aber nicht im Vordergrund gestanden, sagte der deutsche Bundespräsident Johannes Rau. «Denn die Beziehungen zwischen unseren Ländern sind herzlich und vielfältig».

Auch Couchepin bezeichnete das Verhältnis als hervorragend. Kulturelle bi-laterale Grenzen existieren laut Couchepin keine. Deutschland als «mächtiger Nachbar» im Norden respektiere die Schweiz, sagte er am Ende seines zweitägigen Arbeitsbesuchs.

Die Gespräche mit Johannes Rau und Bundeskanzler Gerhard Schröder seien interessant verlaufen.

Langfristige Lösungen

Couchepin hielt zum Abschluss nochmals fest, dass für den gescheiterten Luftverkehrs-Staatsvertrag ein Ausweg gefunden werden muss. Die Schweiz und Deutschland sollten «einmal wieder» an den gleichen Tisch sitzen um langfristige Lösungen zu finden, die beiden Parteien passen.

Es gebe Eckwerte, wie zum Beispiel die Zahl der Flüge, die diskutiert werden könnten. Er wäre froh, wenn sofort verhandelt werden könnte, doch sei kein Termin in dieser Hinsicht festgesetzt worden.

Der gescheiterte Flugverkehrs-Staatsvertrag sei aber nicht sein Dossier, sagte Couchepin. Deshalb sei auch nicht über Auswirkungen auf die Flugsicherheit gesprochen worden.

Galileo-Projekt

Zuvor hatte Couchepin mit der deutschen Bildungs- und Forschungsministerin Edelgard Bulmahn unter anderem über die Europäische Raumfahrtbehörde ESA gesprochen. Die Schweiz nimmt als ESA-Mitglied am Galileo-Projekt teil. Mit diesem Satelliten-Projekt will Europa ein Gegengewicht zum US-Navigationssystem GPS schaffen.

Die guten Beziehungen der beiden Länder im Bildungs- und Forschungsbereich zeigen sich laut Couchepin vor allem darin, dass es an Schweizer Universitäten viele deutsche Professoren und Studenten gibt.

Couchepin betonte auch die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen der Schweiz und Deutschland. In beiden Ländern seien Arbeitsplätze vom Nachbarland abhängig.

swissinfo und Agenturen

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