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Widmer-Schlumpf gegen Sterbetourismus

Die Justizministerin will dem Sterbetourismus in der Schweiz einen Riegel schieben. Sterbewillige Personen sollen nicht mehr sofort in den Tod geführt werden dürfen. Eveline Widmer-Schlumpf möchte eine Bedenkzeit einführen.

«Heute kann jemand in die Schweiz kommen und schon am nächsten Tag von einer Sterbehilfeorganisation in den Tod begleitet werden. So etwas sollte nicht möglich sein», sagte Widmer-Schlumpf in der SonntagsZeitung. Zu diskutieren sei eine Mindestdauer zwischen dem ersten Kontakt mit der Organisation und dem Tod.

Eine solche Bedenkzeit würde dem Sterbetourismus den Riegel schieben und Affekthandlungen vermeiden, sagte sie weiter. Während der Bedenkzeit sollen die Sterbewilligen professionell betreut werden – von der Organisation selbst oder von dritten. Der Sterbetourismus wird etwa von Deutschland immer wieder kritisiert.

Die Schweizer Regierung hatte Anfang Juli erklärt, sie lasse prüfen, ob bei der Sterbehilfe gesetzliche Regelungen nötig seien. Den Anstoss dazu gab die Justizministerin Widmer-Schlumpf. Ihr Vorgänger Christoph Blocher hatte keinen Handlungsbedarf auf Bundesebene gesehen.

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