Sika wächst wieder aus eigener Kraft – Frankenstärke belastet
Sika hat ein anspruchsvolles Halbjahr hinter sich. Trotz eines rückläufigen Umsatzes konnte der Hersteller von Bauchemie- und Klebstoffen die Gewinnzahlen aber knapp halten. Und die Innerschweizer sind zuletzt wieder aus eigener Kraft gewachsen.
(Keystone-SDA) Von Januar bis Juni 2026 setzte Sika mit seinen Produkten, die etwa zur Verstärkung und Abdichtung von Baumaterialien verwendet werden, 5,59 Milliarden Franken um. Das sind 1,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Die Aufwertung des Schweizer Franken schmälerte den Umsatz dabei um 5,5 Prozent. In Lokalwährungen betrachtet ist der Umsatz also um 4,0 Prozent gewachsen. Dazu steuerten Akquisitionen 1,1 Prozent bei.
Organisch ist Sika im Halbjahr damit um 2,9 Prozent gewachsen, im zweiten Quartal gar um 5,7 Prozent. Das markiert einen Wendepunkt – davor war Sika seit dem dritten Quartal 2025 nicht mehr aus eigener Kraft gewachsen.
Bei der Profitabilität musste Sika nur kleine Abstriche machen, nicht zuletzt dank Kosteneinsparungen aus einem Effizienzprogramm. Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA sank leicht um 0,7 Prozent auf 1,06 Milliarden Franken. Die entsprechende Marge stieg gar leicht auf 19,0 Prozent.
Unter dem Strich verzeichnete der Bauzulieferer einen Rückgang um 0,4 Prozent auf 552,1 Millionen Franken. Damit wurden die Erwartungen der von AWP befragten Analysten auf allen Ebenen übertroffen.
Gleichzeitig hebt Sika die Umsatzprognosen für das Gesamtjahr 2026 etwas an. Neu will das Unternehmen in Lokalwährungen ein Wachstum von 3 bis 6 Prozent erreichen, nach zuvor versprochenen 1 bis 4 Prozent.
Für die Profitabilität stellt Sika indes mit 19,0 bis 19,5 Prozent einen etwas tieferen Wert in Aussicht – bis dato hatte die Prognose auf 19,5 bis 20,0 Prozent gelautet. Man sei aber zuversichtlich, «die aktuellen Konsenserwartungen für den EBITDA in Schweizer Franken» zu erreichen, hiess es.