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Drittgrösster Kokain-Fund in der Schweiz

Im Auhafen bei Muttenz, Kanton Basellandschaft, hat die Polizei einen der grössten in der Schweiz je verzeichneten Kokain-Funde gemacht. In einem Container befanden sich rund 70 Kilo Kokain. Der Schwarzmarktwert beträgt laut Polizei mindestens 7 bis 8 Mio. Franken.

Das vermutlich hochwertige Kokain lag in vier Taschen in einem Container, wie die Baselbieter Polizei mitteilte. Der Container war in Guatemala mit Kaffee beladen worden und sollte im Auhafen entladen werden. Hafenarbeiter hätten aber das Kokain entdeckt und die Polizei verständigt, sagte ein Polizeisprecher.

Der Container war zuvor auf dem Seeweg nach Antwerpen oder Rotterdam gelangt und von dort auf einem Rheinschiff zum Auhafen gebracht worden. Der Auhafen liegt am Rhein oberhalb von Basel bei Schweizerhalle.

Die Polizei vermutet, dass das Kokain eher nicht für den Schweizer Markt bestimmt gewesen sein dürfte: Sonst wäre es beim Entladen wohl nicht mehr im Container gelegen, sagte der Sprecher.

Laut der Polizei handelt es sich bei dem Fund um die drittgrösste Menge von Kokain, die in der Schweiz je beschlagnahmt worden ist. Die bisherige Rekordmenge mit 124 Kilo Kokain hatte die Kantonspolizei Zürich Anfang 2007 beschlagnahmt. Zuvor hatte die Stadtpolizei Zürich im August 2006 in einem Container aus Südamerika 79 Kilo entdeckt.

Experten sind mittlerweile besorgt über den zunehmenden Kokain-Konsum in der Schweiz. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) wertete 2009 die Daten zum Konsum illegaler Drogen aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2007 aus. Dabei zeige sich eine Zunahme des Kokain-Konsums.

3,8% der befragten Männer und 1,7% der Frauen berichten über eine wenigstens einmalige Erfahrung mit Kokain. Fünf Jahre zuvor war dies noch bei 2,5% der Männer und 1% der Frauen der Fall.

swissinfo.ch und Agenturen

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