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Giftberatung auf Rekordhoch

Beim Toxikologischen Zentrum in Zürich wurden im letzten Jahr 34'022 Anrufe bei der Giftberatung registriert, das sind so viele wie noch nie. Von Vergiftungen betroffen waren vor allem Kinder unter sechs Jahren.

Dies teilte das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum (Tox-Zentrum) mit. Ursache für die Vergiftungen waren mehrheitlich der Kontakt mit Haushaltsprodukten und Pflanzen.

Die Substanzen wurden auch von betroffenen Jugendlichen und Erwachsenen in den meisten Fällen unabsichtlich konsumiert, nur ausnahmsweise kam es zu Suizidversuchen oder Missbräuchen.

In den letzten sieben Jahren hat das Tox-Zentrum insgesamt rund einen Drittel mehr Personen beraten. Besonders oft wurde wegen einer Vergiftung mit Medikamenten, aber auch Körperpflege-Produkten und Kosmetika Rat gesucht. Mit Giften im Haushalt würde sorgloser umgegangen, schreibt das Tox-Zentrum.

Das Tox-Zentrum ruft dazu auf, gefährliche Produkte vor dem Zugriff von Kindern zu schützen. Es sei wichtig, auf die Gefahrenhinweise und Piktogramme auf der Packung zu achten. Umfüllen gefährlicher Chemikalien in Getränkeflaschen sei gefährlich und dürfe nicht gemacht werden.

Braucht eine Person Rat, steht die telefonische Notfallberatung unter der Nummer 145 rund um die Uhr zur Verfügung.

swissinfo.ch und Agenturen

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