St. Galler wird jüngster Richter am Bundesgericht
Die vereinigte Bundesversammlung hat den 34-jährigen Arthur Brunner aus Zuckenriet SG zum Richter am Bundesgericht gewählt. Derzeit präsidiert er das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen und ist seit März 2024 auch als nebenamtlicher Richter am Bundesgericht tätig.
(Keystone-SDA) Bei der Wahl im Bundeshaus entfielen am Mittwoch 191 der 210 eingegangenen Stimmen auf Brunner. Eine Gegenkandidatur gab es nicht. Brunners Wahl wurde von allen Fraktionen unterstützt. Es ist ein weiterer Meilenstein in einer steilen Karriere des Juristen der SVP. Mit seinen 34 Jahren wird Brunner der jüngste der 40 vollamtlichen Richterinnen und Richter am Bundesgericht sein.
Im Juni 2023 wurde Brunner Richter am St. Galler Verwaltungsgericht. Seit März 2024 ist er zudem nebenamtlicher Richter am Bundesgericht. 2025 stieg er ausserdem zum Präsidenten des kantonalen Verwaltungsgerichts auf.
Mit seiner Wahl zum ordentlichen Richter am Bundesgericht löst er nun den Berner Christian Herrmann (SVP) ab, der im Juni von seinem Amt zurücktritt.
Bundesrichteramt beendet Schiedsrichterkarriere
Eine Gratulation zu Brunners Wahl kam vom Schweizerischen Handballverband. Dabei wurden Brunners Verdienste als Schiedsrichter zusammen mit Morad Salah gewürdigt. Das Duo habe mit mehreren WM- und EM-Teilnahmen zur Weltspitze der Handballschiedsrichter gehört. «Insgesamt neunmal in Folge wurden sie als bestes Schweizer Schiedsrichterpaar ausgezeichnet», schrieb der Verband in einer Mitteilung.
Nach seiner Wahl 2024 als nebenamtlicher Richter am Bundesgericht zog sich Brunner aus dem internationalen Handball zurück. Als vollamtlicher Bundesrichter werde er sich auch aus dem nationalen Spielbetrieb verabschieden.