Steven Spielberg nutzt KI nicht einmal für seine Recherchen
Steven Spielberg drehte einst einen Film über künstliche Intelligenz. Bei seiner Arbeit als Regisseur habe die Technologie jedoch nichts zu suchen, sagt er - und sendet eine Warnung an Hollywood.
(Keystone-SDA) US-Regisseur Steven Spielberg verzichtet beim Filmemachen laut eigenen Worten auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. «Es gibt einen Platz für Kl in der Medizin und in der Forschung. Aber ich nutze KI nicht mal als Werkzeug für Recherche», sagte der 79-Jährige im Interview mit dem Magazin «Stern».
«In meinem Film gibt es keine von KI generierten Spezialeffekte», sagte der Oscar-Preisträger («Schindler’s List», «Saving Private Ryan») weiter. KI möge nützlich sein bei der Organisation von Filmproduktionen und der Erstellung eines Budgets. «Aber wenn ich mit fünf Autoren in einem Raum sitze, gibt es für KI keinen Platz an diesem Tisch», sagte Spielberg.
KI stehle Ideen aus der Vergangenheit
Er richtete einen Appell an das US-Kino: «Hollywood muss verhindern, dass KI uns ersetzt.» Diese könne unsere Ideen aus der Vergangenheit stehlen, um eine «hybride Imitation» zu erstellen: Eine Nachahmung von Dingen, die Menschen aus ihrer Vorstellungskraft und ihrem Erfahrungsschatz erschaffen haben. «Deshalb brauche ich keine KI in meinem Leben», sagte Spielberg.
Künstliche Intelligenz war Thema von Spielbergs 2001 erschienenen Films «A.I. Artificial Intelligence». Dieser erzählt die Geschichte von David, einem jungen Roboter, der kinderlosen Paaren den Nachwuchs ersetzt. Spielbergs nächster Film, der Science-Fiction-Thriller «Disclosure Day», kommt am 10. Juni in die Deutschschweizer Kinos.