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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Also doch: Die Schweiz übernimmt die Sanktionen der EU gegen den Kriegsverursacher Russland. Damit hat sich der Bundesrat nicht zuletzt auch dem Druck der europäischen Nachbarn gebeugt.

Friedliche Grüsse aus Bern

Keystone / Peter Schneider

Spät, aber letztlich doch: Die Schweiz übernimmt die EU-Sanktionen gegen Russland.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine sei ein Angriff auf die Souveränität, Freiheit, Demokratie, Zivilbevölkerung und Institutionen eines freien Landes, sagte Bundespräsident und Aussenminister Ignazio Cassi.

«Das ist völkerrechtlich nicht hinzunehmen, das ist politisch nicht hinzunehmen, das ist moralisch nicht hinzunehmen

Der Bundesrat habe die Neutralitätsfrage überprüft. «Einem Aggressor in die Hände zu spielen, ist nicht neutral», sagt Cassis. Am Angebot der Schweiz, zu Vermitteln, ändere das nichts.

Die Sanktionen würden ausnahmslos übernommen, machte Finanzminister Ueli Maurer klar. Demnach werden die Vermögen der von der EU gelisteten Personen in der Schweiz sofort gesperrt. Auch die Finanzsanktionen der EU gegen Präsident Wladimir Putin, den russischen Premier und den russischen Verteidigungsminister würden übernommen.

Die Schweiz schickt zudem 25 Tonnen Hilfsgüter an die polnisch-ukrainische Grenze, wo der Strom der Flüchtenden aus der Ukraine nicht abreisst.

zvg

Es ist Krieg in der Ukraine. Und mittendrin eine Schweizerin: Eva, die im Donbass ein Kinderheim leitet.

«Es ist 02:38 Uhr, ich bin gerade aufgewacht. Das Adrenalin ist stärker als meine Erschöpfung. Es ist schwer, mein Gehirn auszuschalten.» Dies ein Eintrag von Eva in ihr Tagebuch. In diesen furchtbaren Zeiten helfen Evas Töchter im Teenageralter bei der Betreuung der Kinder im Osten der Ukraine.

Für sie wie für alle Menschen in der Ukraine stehen quälende Fragen im Raum: «Steht Kiew noch? Ich weiss es nicht. Was ist mit all den Menschen in den Städten, die noch stärker unter Beschuss sind als wir? Ich weiss es nicht.»

Die kleine Tochter einer Freundin fragt: «Werden die Männer kommen und uns erschiessen?» Was ist das für eine Welt, wenn ein kleines, hoffnungsvolles Menschlein eine Frage wie diese stellen muss?

Über das Leben im Keller, in dem Eva mit den Kindern Schutz sucht: «Wir haben alle bereits Kopfschmerzen, weil die kleinen Kinder logischerweise die ganze Zeit so laut sind. Aber Ruhe und Privatsphäre, das sind Luxusgüter, die wir momentan leider nicht zur Verfügung haben.»

Eine Alternative hat die Schweizerin mit dem grossen Herzen für die Verlezlichsten nicht.

Copyright 2022 The Associated Press. All Rights Reserved

Kein Erdbeben, kein Hochwasser, sondern das absolut Schlimmste: Krieg. Die Glückskette sammelt für die ukrainische Bevölkerung, die den Angriffen der russischen Invasoren ausgesetzt ist.

Zur Linderung der sich abzeichnenden humanitären Krise ruft die unabhängige Stiftung, die als humanitärer Arm der SRG SSR fungiert, zur Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung auf.

Die Hunderttausenden von geflüchteten Ukrainer:innen seien «erst der Anfang: Sollte der Krieg weitergehen, wird die Zahl der Todesopfer weiter steigen und Millionen Menschen könnten ausserhalb der Ukraine Zuflucht suchen«, heisst es auf der Webseite.

Christof Schuerpf

Einfach mal reden: Ein neues Angebot einer Privatinitiative «malreden», das sich an einsame Menschen über 60 richtet, füllt eine Lücke.

In Frankreich gibt’s jetzt Supermärkte mit «Plauderkassen»: Dort können Kund:innen auch mal einen längeren Schwatz halten, ohne dass die Nächsten in der Schlange ungeduldig drängeln.

In Bern gibt’s ein ähnliches Angebot: Das «Plaudertelefon»: Der private Verein Silbernetz hat für einsame ältere Menschen eine Hotline eingerichtet, damit sie sich mit jemandem unterhalten und allenfalls Unterstützung erhalten können.

Sie habe Menschen getroffen, die ausser dem Termin bei ihr in der Physiotherapie kaum jemanden gehabt hätten, mit dem sie hätten reden können, berichtet die Physiotherapeutin Eva Bino.

Das liess sie nicht mehr los, so dass sie nach Verbündeten suchte. Zusammen gründeten sie den Verein und schlussendlich die «Plauderhotline».

Der Draht läuft heiss: Rund 250 Gespräche finden monatlich mit den ehrenamtlichen Helfer:innen statt – Tendenz steigend. Das Angebot stösst auch bei Jüngeren auf Interesse. Bino schliesst nicht aus, dereinst auch eine Plauderhotline auch für die U60 anzubieten.

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