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Eine mechanische graue Maschine.

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Mein Kollege hat es Ihnen gestern bereits vorausgesagt: Die Spionageaffäre rund um die Zuger Firma Crypto AG ist noch lange nicht vom Tisch. Heute geht es um Glaubwürdigkeit: Denn die Geschichte tangiert auch die Schweizer Neutralität.

Verschlüsselte Grüsse aus Bern

Eine mechanische graue Maschine.
Keystone / Rama/lizenz Cc-by-sa-2.0-fr

Eine folgenschwere Spionageaktion erschüttert die Schweiz, wir haben darüber berichtet. Schweizer Politiker, Historiker und Medien diskutieren die Folgen der Affäre für den Ruf der Schweiz als neutrales Land.

Politiker von links bis rechts sehen die Affäre rund um die Zuger Firma Crypto AG vor allem als Belastung für die Neutralität der Schweiz. Die Zeitung Der Bund kommentiert: «Die Neutralität war und ist ein Stück weit Folklore.»

Der Historiker Georg Kreis sagt gegenüber dem Tages-Anzeiger, Neutralitätspolitik sei schon immer sehr elastisch gehandhabt worden. Auch im Ausland sei allen klar gewesen, dass die Schweiz ein «westlicher Neutraler» gewesen sei und deshalb den USA nahestand. Staaten wie Ägypten und Argentinien hätten von der Nähe der Schweizer Sicherheitsbehörden zum CIA gewusst.

Die Akten über die Untersuchung zur Crypto AG aus den 1990er-Jahren werden teilweise auch heute noch unter Verschluss gehalten. Der damalige Untersuchungsleiter und heutige Vizechef des Nachrichtendiensts begründet dies mit schützenswerten Personendaten. Ein weiteres Dossier wird zudem vermisst.


Blick in einen Luftschutzraum
swissinfo.ch

Leben Sie in der Nähe eines Atomkraftwerks? Wenn ja, wüssten Sie, was im Falle eines nuklearen Störfalls zu tun wäre? Mein Kollege Peter Siegenthaler ist der Frage nachgegangen.

Sein Haus liegt in einer Zone, die von einem nuklearen Störfall im AKW Mühleberg bei Bern unmittelbar betroffen wäre. Diesem AKW wurde Ende Jahr zwar der Stecker gezogen. Doch der Rückbau dauert 15 Jahre und in den ersten Jahren bleibt das Risiko einer Störung bestehen.

Ein idealer Zeitpunkt, um sich doch wenigstens einmal im Leben doch noch ernsthaft mit der Frage auseinanderzusetzen, was denn im Notfall wirklich zu tun wäre, wie mein Kollege findet. Hinschauen, statt verdrängen.

In einem persönlichen «Atomszenario» beschreibt er, was ihm durch den Kopf gehen könnte, wenn die Sirenen heulen würden. Und er sich mit 27 weiteren Personen in einen gemeinsamen Schutzraum in der Nachbarschaft begeben müsste.

Eine Ambulanz
Keystone

Wer in der Schweiz am Dienstagabend eine Notfallnummer wählte, klingelte womöglich ins Leere: Polizei und Sanität waren zum Teil nur noch via Handy erreichbar.

Die Störung war nach Angaben von Swisscom auf geplante Wartungsarbeiten zurückzuführen. Betroffen waren auch die internetbasierten Dienste der Swisscom, die Festnetz- und Mobiltelefonie und Swisscom TV.

Es ist bereits die zweite Panne für Swisscom innerhalb eines Monats, bei der die Notfallnummern in weiten Teilen des Landes lahmgelegt wurden. Das Bundesamt für Kommunikation hat nun «eine vertiefte Abklärung der Ursachen» angekündigt.

Nach rund anderthalb Stunden funktionierten die Notrufnummern gestern Abend wieder. Swisscom entschuldigte sich für den Vorfall.

Ein Mann und eine Frau, im Hintergrund Ruinen.
SRF/Urs Wälterlin

Zum Schluss ein Blick nach Australien auf das Schicksal von Philippe und Marie-Claude Ravenel. Das Paar aus der Romandie war 2006 nach Down Under ausgewandert.

Waren die verheerenden Brände in Australien bis vor kurzem in aller Munde, ist es nun das Corona-Virus, das die Schlagzeilen dominiert. Dennoch: Von einer Rückkehr zum Alltag kann dort, wo das Feuer Tod und Zerstörung gebracht hat, noch keine Rede sein.

Das gilt auch für Philippe und Marie-Claude Ravenel. Sie liessen sich vor rund 14 Jahren ausserhalb des Dorfes Cobargo nieder, rund fünf Stunden Autofahrt südlich von Sydney. Weil sie die Gegend ein bisschen an ihr früheres Zuhause erinnerte, wie sie erzählen.

Sie waren nicht daheim, als das Feuer kam. Übrig geblieben von ihrem Haus ist nichts. Sogar das Fondue-Caquelon aus Gusseisen ist geschmolzen. Das Paar war unterversichert, sie wissen noch nicht, wie es weitergehen wird. Klar ist aber, dass sie bleiben wollen.


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