The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Debatten
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast
Rettungshelikopter

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Wie viele meiner Landsleute bin auch ich dieses Jahr so viel durch die Schweiz gewandert wie wohl noch nie zuvor. Die Hilfe der Bergretter musste ich dabei zum Glück nie in Anspruch nehmen. Dafür nun die Hilfe meiner Schuhmacherin, die hoffentlich das Loch flicken kann, das ich letzte Woche in meinen Wanderschuhen entdeckt habe.

Herzliche Grüsse aus Bern

Bergrettung
Keystone / Dominic Steinmann

Letztes Jahr mussten in den Schweizer Bergen so viele Menschen gerettet werden wie noch nie.

Im Corona-Jahr 2020 haben die Schweizerinnen und Schweizer ihre Heimat entdeckt. Und weil in der Schweiz die Bergwelt als besonders sehenswert gilt, haben sich offenbar viele von ihnen in die «Höger» (so sagen wir in Bern den Bergen) aufgemacht.

Mit Folgen: Gemäss Schweizer Alpen-Club (SAC) mussten letztes Jahr fast 3500 Menschen in den Bergen aus einer misslichen Lage gerettet werden – so viele wie noch in keinem Jahr davor. Das berichtet die Pendlerzeitung «20 Minuten».

Besonders im Mai, als der erste Lockdown vorbei war, zog es die Menschen offensichtlich in die Höhe. Es kam zu über 250 Bergrettungen. Zum Vergleich: Im Mai 2019 mussten die Rettungskräfte nur 87 Mal ausrücken.

Protest der Pro-Jurassier
Keystone / Str

Der Jurakonflikt, der die Schweiz nahe an eine bewaffnete Auseinandersetzung gebracht hat, beschäftigt das Land einmal mehr.

Die Briten haben Nordirland, die Spanier das Baskenland und die Berner den Jura. Doch während die Separatisten auf Irland und der iberischen Halbinsel ihren Kampf zeitweise sehr blutig ausgefochten haben, gingen in der Schweiz zwar die Emotionen hoch, nicht aber die Zahl der Toten.

1979 erfolgte zwar die Abspaltung des Kantons Jura von Bern, doch ganz ausgestanden ist der Konflikt bis heute nicht. Die Jurafrage interessiert weit über die Kantonsgrenzen hinaus. Besonders im Moment, da die Stadt Moutier einmal mehr darüber abstimmt, ob sie auch künftig zu Bern gehören, oder doch lieber zum Kanton Jura wechseln will.

Nachdem die Abstimmung von 2017, die mit einem knappen Ja für den Wechsel ausging, von der Justiz annulliert wurde, steht nun viel auf dem Spiel. Oder wie es mein ehemaliger Arbeitskollege Simon Thönen in seinem Artikel von heute ausdrückt: «Sollte es erneut nicht gelingen, ein unanfechtbares Ergebnis zu erzielen, wäre dies eine Blamage für die ganze Schweiz, die sich so gerne als demokratisches Musterland sieht.»

Schulhaus aus Beton
Giuseppe Micciché /Architekturpreis Beton 17

Die Zementproduktion verursacht mehr CO2 als der gesamte Flugverkehr und die Handelsschifffahrt zusammen. Das soll sich ändern.

Die Schweiz ist ein Zementland. Nicht nur sitzt hier einer der grössten Zementproduzenten der Welt, LafargeHolcim, der Pro-Kopf-Verbrauch von Zement ist in der Schweiz auch mehr als doppelt hoch wie in den USA, Brasilien oder Frankreich.

Das ist ein Problem. Denn die Produktion des Baustoffs ist für 8% der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Doch die Branche gelobt Besserung. Bis 2050, so das Ziel der World Cement and Concrete Association, soll die Industrie klimaneutral arbeiten.

Auf dem Weg dorthin könnte auch eine Erfindung aus der Schweiz helfen: Ein an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne entwickelter Zement reduziert die CO2-Emissionen um 40%. Die Schweizer Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) arbeitet zudem an der Entwicklung eines Zements auf Magnesiumbasis, der sogar Kohlendioxid aus der Atmosphäre binden kann.

Anne Spoerry
Credit: Robert Estall Photo Agency / Alamy Stock Photo

Der Immobilienfachmann Renato Visetti und die Ärztin Anne Spoerry haben eines gemeinsam: Sie sind Teil der Fünften Schweiz.

Im Podcast «Die Fünfte Schweiz» lässt das Schweizer Radio SRF1 regelmässig Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zu Wort kommen. Quer durch alle Länder, Berufe und Lebenssituationen erzählen sie von ihrem Alltag.

Heute erfahren Sie von Renato Visetti, wie er sich in über dreissig Jahren in der Dominikanischen Republik ein kleines Immobilienimperium aufgebaut hat. Beim aus dem Zürcher Oberland stammenden gelernten Antik-Möbelschreiner haben auch schon Hollywoodstars wie Mel Gibson und Richard Gere angeklopft.

Hier gehts zum Podcast:

Externer Inhalt

Eine aufregende Geschichte hätte auch die Auslandschweizerin Anne Spoerry meinen Kolleginnen und Kollegen beim Radio erzählen können. Die Ärztin hat bis zu ihrem Tod im Jahr 1999 beinahe fünfzig Jahre lang in Kenia gearbeitet. Mit ihrer Propellermaschine flog sie in die entlegensten Ecken des Landes. Doch die Schweizerin hatte auch ein dunkles Geheimnis.

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Ziehen Sie in Erwägung, wegen der Corona-Pandemie zurück in die Schweiz zu ziehen?

Sei es aus finanziellen / geschäftlichen Gründen, oder etwa um Ihre Kinder hier zur Schule zu schicken? Immer mehr Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern entscheiden sich dazu, in die Schweiz zurückzukehren. Gehören Sie auch dazu? Wir würden gerne über Ihre Erfahrungen sowie von Ihren Plänen und Vorbereitungen hören. Schreiben Sie uns. Diese Auslandschweizerin erzählt uns, wie sie den…

49 Kommentare
Diskussion anzeigen

Meistgelesen
Schweizer Diaspora

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft