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Corona-Test

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Wie viele Corona-Tests haben Sie bereits hinter sich? Ich selber habe mir schon zwei Mal das Nasenloch malträtieren lassen. Zweimal negativ. Das Positive: Immerhin habe ich mitgeholfen, die Positivitätsrate zu drücken.

Herzliche Grüsse aus Bern

Virologin Eckerle
Keystone / Anthony Anex

Testen, testen, testen, so die bundesrätliche Empfehlung. Doch eine Expertin warnt: Tests seien kein Allerweltsheilmittel gegen die Pandemie.

Ab heute darf man sich in der Schweiz im privaten Rahmen also wieder zu zehnt treffen. Damit sich die Ansteckungszahlen, die so oder so schon vor Wochen auf einen unguten Pfad eingeschwenkt haben, nicht noch stärker steigen, solle man sich aber vor jedem Treffen testen lassen, forderte Gesundheitsminister Alain Berset letzter Woche.

Ein frommer Wunsch. Denn die Schweiz hat sich in der Pandemie bisher nicht besonders testwillig gezeigt. Ein Game-changer könnten die Spucktests sein. Die Termine dafür gehen zumindest in Bern derzeit weg wie warme Semmeln, während die klassischen Tests, bei denen jemand einem ein Wattestäbchen so weit in die Nase schiebt, bis es gefühlt die Schädelrückwand berührt, etwas so gefragt sind wie drei Wochen alte Vollkornbrötchen.

So oder so warnt die Virologin Isabella Eckerle von den Genfer Universitätskliniken davor, das Testen zur Wunderwaffe gegen das Virus hochzustilisieren. Auch die Impfung sei kein Allheilmittel. Es brauche letztlich alle drei Massnahmen: Schutzmassnahmen, Tests und Impfstoffe.

historisches Gemälde der griechischen Revolution
Akg-images

Vor 200 Jahren begann in Griechenland der Kampf gegen das osmanische Reich – auch mit Hilfe aus der Schweiz.

Wenn Schweizer heute in Griechenland gegen türkische Besatzer kämpfen, geht es höchstens noch um die Liegestühle am Hotelpool (wobei ja eher die Deutschen und Briten dafür bekannt sind, ihre Herrschaftsansprüche im Poolbereich geltend zu machen). Vor 200 Jahren dagegen sah die Welt ganz anders aus.

Damals, am 25. März 1821, begann der griechische Aufstand gegen die osmanische Herrschaft. Unterstützung erfuhren die Revolutionäre aus ganz Europa – auch aus der Schweiz.

Mein Kollege Giannis Mavris hat einige Schweizer porträtiert, die damals bei der «Befreiung der Wiege des Abendlandes» mitgetan haben. Etwa den windigen Zürcher Johann Jakob Meyer, von dem bis heute nicht klar ist, ob er aus Überzeugung nach Griechenland reiste – oder weil er aus zweifelhaften Gründen der Schweiz entfliehen wollte.

Zelt auf Berg
Keystone / Arno Balzarini

Campieren in der freien Natur ist in der Schweiz vielerorts nicht ohne Weiteres gestattet – trotzdem boomt es wegen Corona.

Die Schweiz ist ein Land von «Reisefüdli» (so sagt man auf Mundart jemandem, der gerne und viel reist; wörtlich übersetzt heisst es übrigens «Reisehintern»). Und wenn Herr und Frau Schweizer nicht ins Ausland dürfen, bereisen sie halt die Schweiz – und das seit Corona vorzugweise mit Camper, Wohnwagen oder Zelt.

Doch nicht alle zieht es dabei auf einen offiziellen Campingplatz – sei es, weil diese bereits restlos belegt sind, oder weil man das abenteuerliche Nächtigen in der freien Natur bevorzugt. Wildes Campen ist in der Schweiz aber nicht einfach so gestattet. Wie so oft in der Hochburg des Föderalismus obliegt es den Gemeinden, entsprechende Regeln zu erlassen.

Für die Natur kann der Einfall der Wild-Camper zum Problem werden. Zertrampelte Pflanzen, aufgeschreckte Tiere, Kot und liegengebliebener Abfall sind nicht seltene Hinterlassenschaften der Naturburschen und -mädels. Im Naturpark Gantrisch zwischen Bern und Freiburg beobachtet man die Lage deshalb mit Sorge.

Rainer Hasler
zvg (SRF News)

Rainer Hasler hat schmerzlich erfahren müssen, weshalb man in Thailand nur zögerlich anfährt, wenn die Ampel auf Grün schaltet.

Es hat sicher seine Vorzüge, den Ruhestand einem warmen Land wie Thailand statt in der Schweiz zu verbringen. Aber die Verkehrssicherheit gehört nicht dazu: Im südostasiatischen Land sterben gemäss WHO-Schätzungen pro Jahr und 100’000 Einwohner fast 33 Menschen im Verkehr; in der Schweiz sind es nur noch deren 2,7.

Wie gefährlich Thailands Strassen sein können, musste vor vier Jahren auch Rainer Hasler erfahren. Auf dem Scooter wurden seine thailändische Frau und er von einem Auto, das bei Rot über die Kreuzung fuhr, abgeschossen. Dabei sei er extra zögerlich losgefahren und habe den anderen Scootern den Vortritt gelassen, als die Ampel auf Grün sprang.

Hier gehts zum Porträt (Dialekt):

Externer Inhalt

Direkter Link zum PorträtExterner Link von Rainer Hasler.

Anfangs habe er sich ja darüber genervt, dass der Verkehr bei Grün nicht sofort in die Gänge komme. Mittlerweile wisse er, weshalb das so sei.

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