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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Kürzlich stiess ich in einem Auswandererforum auf die Frage eines Deutschen, ob er mit einem Gehalt von 100'000 Franken seine vierköpfige Familie in Zürich ernähren könne. Der Tenor der Antworten: Das geht gerade so. Meine Kollegin Eva Hirschi fragt: Warum ist die Schweiz so teuer?

Herzliche Grüsse

Bezahlen
© Keystone / Gaetan Bally

Warum ist die Schweiz so teuer? Meine Kollegin Eva Hirschi hat einen gefragt, der es wissen muss.

Hans Markus Herren leitet beim Bundesamt für Statistik den Bereich Konsumentenpreise. Er sagt: «Dienstleistungen sind in der Schweiz teurer, weil auch die Löhne höher sind

Es gebe aber auch politische Komponenten, zum Beispiel beim Fleisch, das mit Importzöllen belegt ist: «Man kann nur beschränkt Fleisch aus dem Ausland einführen.»

Passend zum Thema hat die Post heute Preiserhöhungen angekündigt: Briefe per A-Post kosten ab nächstem Jahr 1.10 Franken (10 Rappen mehr als bisher), per B-Post 90 Rappen (5 Rappen mehr als bisher).

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Mischa Stünzi

Wofür geben Sie in Ihrem Haushalt viel Geld aus? Können Sie am Ende des Monats noch etwas beiseitelegen?

Der durchschnittliche Schweizer Haushalt (2,2 Personen) gibt pro Monat 1700 Franken fürs Wohnen aus und spart knapp 1600 Franken. Und Sie? 

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Haus
© Keystone / Gaetan Bally

Bleiben wir beim Geld: In der Schweiz bezahlt man Steuern für eine «fiktive Miete», wenn man im eigenen Haus wohnt. Sowas gibt es nirgends sonst und gehört – laut Bundesrat – abgeschafft.

Der so genannte Eigenmietwert wurde während des Ersten Weltkriegs eingeführt, um wegbrechende Zolleinnahmen des Bundes auszugleichen. Später hat man die Steuer beibehalten.

Nun will der Bundesrat das Schweizer Kuriosum abschaffen. Die Details werden im Parlament wohl noch zu reden geben.

Beispielsweise der Wunsch der Landesregierung, den Eigenmietwert auch auf Ferienwohnungen abzuschaffen. Oder die Forderung, dass Schuldzinsen weiterhin von den Steuern abgezogen werden dürfen.

Flugzeug
Keystone

Im Kampf gegen den Terror setzten die USA auf ein Schweizer Aufklärungsflugzeug von Pilatus. Nun besteht laut WOZ die Gefahr, dass die Maschinen in die Hände der Taliban fallen.

Letztes Wochenende sorgte die Meldung für Schlagzeilen, dass mehrere der Schweizer Flugzeuge in die Hände der Taliban geraten sein könnten. Bisher hat sich dieser Verdacht nicht erhärtet.

Doch die WOZ kritisiert, dass die Schweizer Flugzeuge überhaupt erst nach Afghanistan gelangen konnten. Schliesslich verbietet die Schweiz den Export in Kriegsländer.

Der Clou, über den wir bereits 2019 berichteten: Die USA kauften von der Schweiz zivile Flugzeuge und bauten sie selbst zu militärischen Aufklärungsmaschinen um.

Grafik
Philip Schaufelberger

Der wirtschaftsnahe Think Tank Avenir Suisse hat heute einen «Erosionsmonitor» veröffentlicht. Dieser misst nach dem Scheitern des Rahmenabkommens die bilateralen Erosionen zwischen der Schweiz und der EU.

Spürbar verschlechtert haben sich die Beziehungen der schweizerischen Universitäten und Hochschulen mit jenen der EU. Beim EU-Forschungsprogramm Horizon Europe sowie beim Erasmus-Austauschprogramm hat die Schweiz neu Drittlandstatus.

Börse und Medtech-Sektor leiden gemäss Erosionsmonitor wegen Nichtanerkennung der Äquivalenz ebenfalls. Auch andere Branchen und Produkte könnten zukünftig betroffen sein, sollte die EU schweizerische Regelungen oder Standards nicht mehr als gleichwertig erachten.

Laut Avenir Suisse ist die Verflechtung von Schweizer Unternehmen, Werktätigen, Forschenden und Studierenden mit den EU-Mitgliedsländern zu bedeutend, als dass man den Bilateralismus erodieren lassen könne.

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