Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Schlimm: Teile einer Westschweizer Stadt sind stark vergiftet – mit dem Krebserreger Dioxin. Hart: Ein Schweizer Rollstuhl-Champion verpasst 50'000 Dollar – um sieben Sekunden.
Beste Grüsse aus Bern
Dioxin-Alarm in Lausanne: Grosse Teile des Stadtgebiets sind stark mit dem krebserregenden Umweltgift kontaminiert. Ursache ist eine ehemalige Kehrichtverbrennungs-Anlage.
Bereits im Frühling liessen die Stadtbehörden mehrere Parks, Sportanlagen und Spielplätze sperren.
Jetzt zeigt ein Bericht, dass der Grenzwert von 100 Nanogramm pro Kilo teils massiv überschritten wird – mit Höchstwerten von bis zu 640 Nanogramm. Bereits 20 Nanogramm können Mensch, Tier und Pflanzen gefährden.
Wer für den Schaden aufkommen muss, ist noch nicht klar. Klar sind aber die Empfehlungen, kein Gemüse wie Kürbisgewächse, Gurken, Zucchini oder Melonen zu essen, die auf den kontaminierten Gebieten gezogen wurden.
Eltern sollen bei ihren Kindern darauf achten, dass diese nichts in den Mund stecken, das sie vom Boden aufgelesen haben. Schwierig…
- In der Romandie ist der Boden gefährlich verseuchtExterner Link – Bericht im Tages-Anzeiger (Paywall).
- Wegen Dioxin: Umgebung von Verbrennungsanlagen im FokusExterner Link – Bericht von SRF News.
- Bonfol oder das Ende eines chemischen Albtraums – swissinfo.ch-Beitrag zur Sanierung einer ehemaligen Giftmülldeponie im Kanton Jura.
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Die Bindellas sind eine Grösse im Schweizer Gastro-Business. Jetzt hat die Familie in der Toskana ein Weingut eröffnet.
Der gepflegte Italiener: 44 Restaurants besitzt die Familie in der Deutschschweiz mittlerweile. Dazu kam der Handel mit ebenso gepflegten Weinen aus dem Belpaese.
Nun betreiben die Bindellas selber ein Weingut. Und wie könnte es anders sein, als dass sie auch dies gepflegt tun – nämlich angereichert mit Kunst.
- Wir haben sie dort besucht und Vater und Sohn auf einem Rundgang mit der Videokamera begleitet: Die Bindellas, eine Schweizer Familie mit der Toskana im Herzen.
- Italiens Küche für Kinder: Globi auf kulinarischer Reise – Beitrag unserer Agentur vom 6. Oktober.
- «Pro Monat fehlen 10 bis 15 Millionen Franken»Externer Link – Corona traf auch das Gastro-Imperium Bindella (Interview mit Sohn Rudi in der Luzerner Zeitung vom Juni 2020).
Begründung Covid-Zertifikat, oder wenn ein Professor seinen Job an der Fachhochschule abgibt.
Ab nächstem Montag gilt auch für die Studierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg die Zertifikatspflicht – für alle Gebäude.
Das geht einem Institutsleiter zu weit – er kündigte per Januar 2022. Die Massnahme schliesse junge Menschen von Ausbildungsmöglichkeiten aus, lautete seine Begründung.
Auch stört er sich daran, dass sie von der Direktion top down gefällt worden sei, ohne Diskussion mit den Betroffenen. Sich selbst bezeichnet er nicht als Corona-Leugner.
- Wegen Zertifikatspflicht: Institutsleiter an der Fachhochschule hat gekündigtExterner Link – Bericht in der Aargauer Zeitung (Paywall).
- Universitäten sind mit Zertifikatspflicht sehr zufriedenExterner Link – Zwischenbilanz von Nau.ch.
- Swissuniversities empfiehlt Hochschulen Covid-ZertifikatspflichtExterner Link – Bericht des Privat-TVs Telebasel.
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Der Schweizer Rollstuhl-Athlet Marcel Hug rast beim Boston-Marathon grandios zum Sieg. Aber eine kurze Unaufmerksamkeit kurz vor dem Ziel kostet den vierfachen Olympiasieger von Tokio 50’000 Dollar!
Der Behinderten-Weltsportler des Jahres 2018 leistete am Wochenende Unglaubliches: Erst verpasste er am Samstag beim Chicago-Marathon den Sieg nur um Haaresbreite, dann liess er es am Sonntag richtig krachen und siegte in Boston überlegen.
Am Wahnsinns-Wochenende gabs für den Champion aber einen Wermutstropfen: Kurz vor dem Ziel in Boston fuhr Hug mit seinem Hightech-Gefährt geradeaus, statt dem Motorrad nach rechts auf die Zielgeraden folgen. Ein Manöver, das ihn die Verbesserung seines eigenen Streckenrekords kostete – den er um winzige sieben Sekunden verpasste.
Doch das kleine Malheur zeitigt schmerzliche Folgen – Hug gingen dadurch 50’000 Dollar durch die Lappen, die Prämie für den Streckenrekord.
Da dürfte es dem sympathischen Athleten auch kaum ein Trost gewesen sein, dass er seinem Vortages-Bezwinger in Boston über sieben Minuten abknöpfen konnte.
- Das Malheur von Marcel Hug, das ihn 50’000 Dollar kostete, auf YouTubeExterner Link.
- Marcel Hug loses out on $50,000 at Boston Marathon after wrong turnExterner Link – Bericht von The Guardian (in Englisch).
- Hug und Schär triumphieren in BostonExterner Link – Bericht von SRF Sport.
- Porträt von Marcel HugExterner Link auf Swissparalympic.ch.
Hier noch ein Hinweis in eigener Sache: Sie sind gefragt!
Wie werden Sie Ende November über die drei Vorlagen in der Schweiz abstimmen? Es geht um die drei Vorlagen Justiz-Initiative, Pflege-Initiative und Covid19-Gesetz. Machen Sie mit bei unser grossen Umfrage!
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