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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Eigentlich habe ich keine Lust mehr, mich mit Corona zu beschäftigen. Doch das Thema ist nicht zu ignorieren: Die Fallzahlen in der Schweiz sind so hoch wie nie zuvor. Was das angesichts der neu dominanten Omikron-Variante für die Spitäler bedeutet, wird sich bald zeigen.

Beste Grüsse aus dem Homeoffice.

Spital
Keystone / Laurent Gillieron

Explodierende Fallzahlen: Die Omikron-Welle hat die Schweiz erfasst.

Die Omikron Variante des Coronavirus verhält sich in der Schweiz leider nicht anders als im Ausland: Sie ist hochansteckend. Nach kurzer Entspannung zeigt die Kurve der Neuansteckungen daher wieder steil nach oben – und ist so hoch wie nie zuvor.

Noch immer besteht die Hoffnung, dass die neue Variante – auch dank der Impfungen – weniger gravierende Krankheitsverläufe auslöst als Delta. Aufgrund dieser Unklarheit macht der Bundesrat deshalb, was er am besten kann: Er wartet ab.

Morgen Nachmittag trifft er sich zwar für eine telefonische Notfallsitzung, mit neuen Massnahmen ist aber nicht zu rechnen. Das nächste Massnahmenpaket sei jedoch bereit, schreibt Bundesrat Alain Berset auf Twitter. «Der Bundesrat kann rasch entscheiden, wenn genauere Daten zur Gefährlichkeit von Omikron vorliegen

  • Hier geht es zu unserer Übersicht zur Situation in der Schweiz.
  • In der Neuen Zürcher ZeitungExterner Link können Sie eine eindrückliche Reportage von einer Schweizer Intensivstation lesen. (Paywall)
  • WatsonExterner Link versucht einzuschätzen, welche Massnahmen auf die Schweiz zukommen werden.
Menschen am Flughafen in Kabul
Keystone / Stringer

Afghanische Angestellte des Aussendepartements der Schweiz fühlen sich nach der Evakuierung aus Kabul im Stich gelassen.

Die Bilder waren eindrücklich: Nach der Machtübernahme der Taliban in Kabul versuchten Tausende Menschen verzweifelt, in einem der wenigen Flugzeugen Platz zu finden, um das Land zu verlassen.

Dazu gehörte auch Ibrahim Khalil, wie ihn das Onlinemagazin Watson nennt. Acht schlaflose Tage lang muss er ausharren, bis er endlich in einem deutschen Militärflugzeug sitzt. Khalil ist einer von 36 Afghan:innen, die für das Schweizer Aussendepartment (EDA) in Kabul gearbeitet haben.

Die meisten davon sitzen nun mit Angehörigen in Asylzentren in der Schweiz. Obwohl sie teils jahrelang für die Schweiz gearbeitet haben, erhalten sie von ihrer ehemaligen Arbeitgeberin kaum Unterstützung. Ein Arbeitsrechtsexperte sieht das kritisch: «Die Fürsorgepflicht ist mit der Evakuierung nicht vorbei

  • Die ganze Geschichte mit erschütternden Beispielen lesen Sie bei WatsonExterner Link.
  • Die Schweiz hält sich mit der Aufnahme Flüchtender aus Afghanistan generell gerne zurück, stellte meine Kollegin Pauline Turuban hier bereits im Sommer fest.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Marc-André Miserez

Welche Hilfe kann und sollte die Schweiz Ihrer Meinung nach den Afghaninnen und Afghanen leisten?

Welche Hilfe soll die Schweiz Afghaninnen und Afghanen zukommen lassen, denen die Flucht aus dem islamischen Emirat gelungen ist?

74 Kommentare
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Digitale Kunst auf einem Ipad
Keystone / Oliver Berg

Der Kunstmarkt wird 2022 von drei Buchstaben geprägt werden: NFT.

Haben Sie schon von NFTs gehört? Das steht für «Non-fungible Tokens» (nicht ersetzbares Objekt) und ist in der Kunstwelt seit diesem Jahr in aller Munde.

Mittels Blockchain-Technologie erhält ein digitales (Kunst-)Objekt eine Art digitalen Fingerabdruck. So wird eine digitale Datei zu einem Unikat – auch wenn es genau gleich aussehen kann wie eine Kopie, der einfach der «Fingerabdruck» fehlt. Das ist jedenfalls mein begrenztes Verständnis davon.

Weil das über Kryptowährungen funktioniert, sind NFTs beliebte und volatile Investitionsgegenstände. Doch für Künstler:innen bieten sich neue Möglichkeiten: Sie können Zwischenhändler:innen überspringen, haben mehr Kontrolle über ihre Arbeit – und über den Gewinn, den sie erzielen, wie mein Kollege Eduardo Simantob in der Jahresvorschau auf das Kunstjahr 2022 schreibt.

Zwei Polizisten vor dem Weihnachtsmarkt Zürich
© Keystone / Christian Beutler

Ein Rückblick der anderen Art: Der Tages-Anzeiger sammelt die absurdesten Polizeifälle des Jahres 2021.

Das Polizeileben ist nicht immer wie ein düsterer Krimi: Die Auflösung mancher Fälle ist so harmlos wie komisch. Der Zürcher Tages-Anzeiger hat die besten dieser Fälle der vergangen zwölf Monate zusammengetragen.

Tiere sind gerne für das Ausrücken der Polizei verantwortlich: Eine Krähe beklaut eine Schwimmerin, eine Würgeschlange schleicht auf einen fremden Balkon, eine vermeintliche Überwachungskamera entpuppt sich als den Kokon einer Spinne.Völlig absurd ist der Fall, bei dem im Badezimmer einer Frau plötzlich zwei blökende Lämmer stehen. Immerhin hat sie nicht einen Frosch für ein Krokodil gehalten, wie das einer anderen Frau passierte.

Ballone führen ebenfalls gerne zu Missverständnissen. Entweder, weil Nachbar:innen sie für Pistolenschüsse halten, wenn sie platzen, oder wenn sie nach einer nicht fachgerechten Entsorgung im Fluss aussehen wie der Kopf einer Wasserleiche.

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