Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Viele meiner gleichaltrigen Freunde und Freundinnen sind in einem Einfamilienhaus aufgewachsen. Heute leben fast alle in einer Mietwohnung. Dieser Eindruck deckt sich offenbar mit einer allgemeinen Entwicklung in der Schweiz.
Herzliche Grüsse
Das Einfamilienhaus wird in der Schweiz zum Auslaufmodell. «Verdichtet bauen», heisst das Gebot der Stunde.
Über 70 Prozent aller Einfamilienhäuser im Kanton Zürich sind laut einer ZKB-Studie unterbelegt. In jedem siebten Einfamilienhaus wohnt sogar nur eine einzelne Person. Die Mehrheit davon sind Seniorinnen und Senioren.
Einfamilienhäuser stehen in der Schweiz selten zum Verkauf. Nicht nur bleiben Rentner:innen so lange wie möglich in ihrem Haus wohnen, häufig geben sie es auch innerhalb der Familie weiter.
Wenn ein Einfamilienhaus doch mal verkauft wird, dann wird es häufig abgerissen, um Platz für ein Mehrfamilienhaus zu machen. Denn Bauland ist knapp und teuer.
- Der Beitrag von SRFExterner Link.
- Auch BlickExterner Link und 20 MinutenExterner Link berichten.
- Ein Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link und in der NZZExterner Link (Paywall).
- Aus unserem Archiv: Die schlechteste Wohnform – aber äusserst erfolgreich; Hippe Alternative zum Einfamilienhaus.
Mehr
Der Bundesrat, ein dysfunktionales Gremium? Die Schweizer Presse geht mit der Regierung hart ins Gericht.
Obwohl der Krieg in der Ukraine bereits sechs Wochen dauert, spricht der Bundesrat noch immer nicht mit einer Stimme, kritisiert SRF. Es bleibe der Eindruck einer Landesregierung, die nicht harmoniert und konzeptlos unterwegs sei.
Als Beispiele nennt SRF die Beurteilung der Gräueltaten in Butscha («mutmassliche Kriegsverbrechen» oder «schwere Verstösse gegen das humanitäre Völkerrecht»?) sowie die Übernahme der EU-Sanktionen und die neutralitätspolitisch heiklen Überflüge mit Kriegsmaterial.
Wenn sich die Schweiz aktiv auf internationaler Ebene einbringen wolle, müsse der Bundesrat wissen, was er wolle, und sich gegenseitig vertrauen, schlussfolgert SRF. «Doch scheint es damit nicht weit her zu sein. So bleibt die Frage: Ist der Bundesrat ein dysfunktionales Gremium?»
- Die Analyse von SRFExterner Link.
- Der SVP-Chef beklagt sich über Ignazio Cassis im Tages AnzeigerExterner Link (Paywall).
-
An der heutigen Sitzung diskutierte der Bundesrat den Krieg in der Ukraine. Die Vorabberichterstattung im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall). Die Meldung bei SRFExterner Link über den Entscheid des Bundesrates, den Zivilschutz für die Unterbringung von Geflüchteten aufzubieten.
Wer Computer oder Smartphone nutzt, hinterlässt in den sozialen Netzwerken, bei Google-Anfragen und Online-Bestellungen persönliche Spuren.
Jede Internet-Nutzerin und jeder Internet-Nutzer hinterlässt digitale Spuren, so genannte Metadaten. Diese können beobachtet und möglicherweise manipuliert werden.
Zwei Schweizer Unternehmen wollen Metadaten «vernebeln», um Internetnutzer:innen vor dem Zugriff durch grosse Technologieunternehmen und staatlicher Überwachung zu schützen.
Eines der beiden Unternehmen erhält Unterstützung von der berühmten ehemaligen US-Militär-Whistleblowerin Chelsea Manning, die Misshandlungen von Gefangenen im Lager Guantanamo Bay publik gemacht hatte. Mein Kollege Matthew Allen hat mir ihr gesprochen.
- Den ganzen Artikel finden Sie bei swissinfo.ch.
- Das Video-Interview mit Chelsea Manning.
Ein berühmter Auslandschweizer ist tot. Die NZZ würdigt ihn in einem Artikel.
Der Auslandschweizer und Historiker Leo Schelbert hat die Geschichtsschreibung der Schweizer Auswanderung geprägt. Nun ist er 93-jährig in den USA verstorben.
2006 wurde Schelbert, der mehr als die Hälfte seines Lebens in den USA verbracht hat, von der FDP Schweiz zum «Auslandschweizer des Jahres» gewählt. Er hat sich nie einbürgern lassen.
Schelbert vertrat die Ansicht, die Fünfte Schweiz sollte als 27. Kanton behandelt werden. Schliesslich leben unterdessen über 776’000 Schweizer:innen im Ausland.
- Der Artikel in der NZZExterner Link (Paywall).
- Unsere Seite für die Fünfte Schweiz.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards