Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Eine der ersten Regeln, die ich im Journalismus gelernt habe, lautet: Du sollst den geplanten Publikationstermin eines Artikels nicht ausplaudern. Sonst droht eine "Superprovisorische".
Herzliche Grüsse
Gestern hat nun auch der Nationalrat für eine Verschärfung des Schweizer Presserechts gestimmt.
Missliebige Medienartikel können künftig einfacher mit einer superprovisorischen Verfügung verhindert werden. Dem hat nach dem Ständerat nun auch der Nationalrat zugestimmt.
Das Parlament hilft damit den Oligarchen, findet der Tages-Anzeiger. Nutzniesser der Gesetzesänderung seien ausländische Superreiche, gegen die wegen Korruption oder Geldwäsche ermittelt werde.
Die NZZ befand die Gesetzesänderung schon vor zwei Tagen für unnötig. «Die Schweizer Medien berichten, juristisch gesehen, meist einwandfrei. Der Umgangston ist im internationalen Vergleich gemässigt.» Zu groben Fouls komme es praktisch nie – und wenn doch, griffen die Gerichte zuverlässig ein.
- Die News bei SRFExterner Link.
- ArtikelExterner Link und KommentarExterner Link im Tages-Anzeiger (Paywall).
- Der Kommentar in der NZZExterner Link (Paywall).
- Ein Kommentar in der deutschen Fachzeitschrift HorizontExterner Link. Schon vor einem Jahr titelte die FAZExterner Link: «Wie man leichter Artikel unterdrückt».
- Aus unserem Archiv: Wirtschaftskriminelle versuchen, die Presse mundtot zu machen.
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Der Ukraine-Krieg und die Spekulation treiben Preise für Lebensmittel in die Höhe.
Die Welternährungsorganisation warnt, dass der Welt zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder eine Hungersnot drohen könnte. Laut SRF sind auch Finanzinvestoren schuld an den steigenden Preisen.
Just jetzt will der Bundesrat in der Schweiz aus Umweltschutzgründen den Bauern Ackerland entziehen, berichtet der Tages-Anzeiger. Dies führt dazu, dass das Land zukünftig noch mehr Lebensmittel importieren muss, was manche in der jetzigen Situation als unethisch empfinden.
Mein Kollege Jonas Glatthard geht derweil der Frage nach, warum weltweit ein Drittel aller Nahrungsmittel im Müll landet und zeigt auf, wie dieser Food Waste verringert werden könnte.
- Der Bericht von SRFExterner Link.
- Der Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Den Artikel über Food Waste finden Sie ab heute auf swissinfo.ch.
Zwei ehemalige Spielerinnen der afghanischen Frauenfussball-Nationalmannschaft leben in der Schweiz.
Als Armisa und Sahar an ihren Schulen in Afghanistan Fussball spielten, wurden sie von Talentsuchern entdeckt. Diese konnten sie für die im Aufbau befindliche Frauen-Nationalmannschaft gewinnen.
Doch der Traum, für ihr Land zu spielen, war nur von kurzer Dauer. Sowohl Sahar als auch Armisa und ihre Familien flohen vor den Taliban in die Schweiz.
Meine Kolleginnen Geraldine Wong Sak Hoi und Julie Hunt haben mit den beiden gesprochen. Die jungen Frauen spielen auch in der Schweiz weiterhin Fussball.
- Den ganzen Artikel mit Video finden Sie auf swissinfo.ch.
- Aus unserem Archiv: Wie viele Flüchtlinge die Schweiz wirklich aufnimmt.
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Ein ehemaliger Auslandschweizer stellt in der Schweiz Karton-Kunstwerke aus.
Das Horgner Ortsmuseum Sust zeigt noch bis am 22. Mai jeweils am Wochenende Bilder des Künstlers Chris Tanner.
Tanner ist 1951 als Auslandschweizer in Kolumbien geboren. Der Zürichsee-Zeitung erzählt er, dass es nur eine Stunde pro Tag Wasser gab.
Die Kindheit verbrachte Tanner in Lima, Bogotá und Caracas. Die Matura machte er im Internat in Zuoz. Nach Jahren in Spanien und Los Angeles zog es ihn wieder zurück in die Schweiz.
- Den ganzen Artikel finden Sie in der Zürichsee-ZeitungExterner Link (Paywall).
- Unsere Seite Swiss Abroad.
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