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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Über Frauen und Karriere wurde in den vergangenen Wochen viel geschrieben, auch an dieser Stelle. Nun sind die Ergebnisse einer neuen Umfrage zur Frauenförderung und Frauenquote da. Männer wie auch Frauen stehen diesen Mitteln kritisch gegenüber. Doch es gibt noch andere Ansätze.

Herzliche Grüsse aus Bern

Noch ist eine Frauenquote von 30% auf den Teppichetagen Wunschdenken. Keystone

Das sind die Gegner:innen der Frauenquote.

Gegen sie stossen Frauen oft auf dem beruflichen Weg nach oben: die gläserne Decke. Nach wie vor hat es in den Schweizer Führungsetagen deutlich mehr Männer als Frauen. Das Gleichstellungsgesetz bietet eine Lösung an, wie das geändert werden könnte: Frauenförderung bei gleicher Qualifikation.

Doch das finden nicht alle eine gute Idee – wenig erstaunlich ist eine Mehrheit der Männer dagegen, aber auch Frauen stehen der Frauenförderung kritisch gegenüber.

Ähnlich sieht es bei einer Frauenquote für die Besetzung von Kaderstellen aus. Diese kommt bei den Männern, vor allem bei den jungen, nicht gut an. Aber auch eine Mehrheit der Frauen über 65 Jahre ist gegen die Frauenquote.

Um den karrierewilligen Frauen den Weg zu ebnen, ist ein Umdenken gefragt. Das zeigt zum Beispiel das Modell der Co-Leitung, das der Tages-Anzeiger in einem Artikel beschreibt: Zwei Personen teilen sich eine Führungsposition und können so Job und Privatleben unter einen Hut bringen. Wohlbemerkt ist diese Lösung nicht nur etwas für Frauen.

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Friedhof
Keystone / Georg Wendt

Verein will für Kompostbestattung in der Schweiz.

Wissen Sie schon, wie Sie dereinst nach ihrem Tod bestattet werden wollen? Erdbestattet, kremiert oder vielleicht kompostiert? Die dritte Variante ist besonders CO2-freundlich, nach vierzig Tagen wird nach einem Verfahren – Zugabe eines speziellen Substrats und Lagerung bei warmen Temperaturen – aus dem menschlichen Körper Humus.

Aktuell ist die Kompostbestattung in der Schweiz aber nicht zugelassen. Nun kämpft ein Schweizer Verein mit dem Namen Werde Erde dafür, dass sich das ändert. In Deutschland und den USA ist die sogenannte Reerdigung möglich und gefragt.

In der Schweiz hat jeder Kanton ein eigenes Bestattungsgesetz, neben der Erd- und Feuerbestattung ist höchstens noch die Beisetzung in einer Gruft erlaubt.

Gemalte Szene aus der Schlacht von Murten
Eine der Szenen des Panoramas, hier die Flucht des Herzogs von Burgund vom Schlachtfeld. Keystone/cyril Zingaro

Digitale Transformation: Schlacht von Murten wird hochauflösend.

Wenn man mit dem Smartphone ein Panoramabild aufnehmen will, hat man im schlechtesten Fall merkwürdig verzerrte Körper drauf und im besten Fall ein Bild in einem unpraktischen Format, das man nie wieder anschaut.

Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts war das anders, damals waren Panoramagemälde in Mode. Aus dieser Zeit stammt das berühmte Panorama der Schlacht von Murten. Dieses wird aktuell von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) konserviert und danach digitalisiert.

Ultrahochauflösend ist die Kamera, mit der das Panorama gefilmt wird. Was heisst das? Künftig kann man bequem von der ganzen Welt aus in das Panorama reinzoomen und das historische Gemälde Pixel für Pixel erkunden.

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Eine Grundlage für Demokratien ist das Vertrauen in Justiz, Politik, Polizei und die Medien. Deshalb befassen wir uns mit dem Thema – und fragen Sie.

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Gefüllter Bus.
Aus der ganzen Schweiz fahren Busse mit türkischen Wahlberechtigten zu den Wahllokalen in Zürich, Bern und Genf swissinfo.ch

Türk:innen in der Schweiz waren für einen Wechsel.

Am vergangenen Wochenende konnte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen Wahlsieg feiern. Und mit ihm tausende Türk:innen in der Diaspora. In der Schweiz haben 57 Prozent der Wahlberechtigten für Herausforderer Kemal Kilicdaroglu gestimmt.

In Deutschland dagegen gingen 67 Prozent der Stimmen auf das Konto von Erdogan. Das hat den deutschen Landwirtschaftsminister Cem Özdemir verärgert. Er nennt auf Twitter die Autokorsos feiernder Türk:innen eine Absage an die Demokratie, über die geredet werden müsse.

In der Schweiz ist bei den letzten Wahlen in der Türkei das Wahllokal in Genf im Gegensatz zu denjenigen in Zürich und Bern durch eine Mehrheit für Erdogan aufgefallen. Die Gründe dafür liegen in der Nähe zum Nachbarland Frankreich.

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