Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
75 Jahre nach dem verheerenden «Lawinenwinter» ist die Schweiz derzeit wieder mit Lawinen konfrontiert, die bereits Verletzte gefordert haben.
Die Augen der Welt richten sich jedoch heute auf Genf. Mit zwei hochrangigen Treffen scheint die Stadt wieder zum Hauptschauplatz der internationalen Diplomatie zu werden. Schliesslich berichte ich darüber, wie eine «schweizerische» Ente ihren Weg in den Deutschrock fand.
Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre
Die Stadt Genf ist heute wieder ins Zentrum der internationalen Diplomatie gerückt, denn es finden hochrangige Gespräche über den Krieg in der Ukraine und das iranische Atomprogramm statt.
Die Delegationen aus Kiew, Moskau und Washington diskutieren auf der Grundlage eines vor einigen Monaten enthüllten US-Plans. Dieser sieht territoriale Zugeständnisse der Ukraine im Austausch gegen westliche Sicherheitsgarantien vor. Knackpunkt ist namentlich das Schicksal des Donbass, einer grossen Industrieregion im Osten der Ukraine.
Bei den iranischen Verhandlungen geht es hingegen um eine Vereinbarung über die Raketen- und Atomprogramme der Islamischen Republik. Teheran fordert eine Lockerung der Wirtschaftssanktionen, bevor es Zugeständnisse macht. Washington hat seinerseits eine militärische Intervention als letzte Option nicht ausgeschlossen, sollte keine Einigung erzielt werden.
Dass diese wichtigen und heiklen Gespräche in der Schweiz stattfinden, wird von vielen Medien als Erfolg der Schweizer Diplomatie und von Bundesrat Ignazio Cassis betrachtet, der in diesem Jahr auch den Vorsitz der OSZE innehat. Sie unterstreichen zudem die wichtige Rolle, die das internationale Genf noch spielen kann, das durch den Rückzug der USA aus zahlreichen internationalen Organisationen in grosse Schwierigkeiten geraten ist.
In den Schweizer Alpen herrscht Lawinenalarm. Lawinen haben gestern eine Zugentgleisung in Goppenstein im Wallis sowie den Tod eines Skifahrers in Davos in Graubünden verursacht. Die Beeinträchtigungen werden voraussichtlich in den nächsten Tagen andauern, weshalb zur grössten Vorsicht geraten wird.
Die Warnstufe liegt im gesamten Alpenbogen bei 4, in einigen Gebieten des Wallis wurde jedoch die höchste Warnstufe 5 erreicht. Einige Strassen wurden gesperrt und einige Ortschaften sind von der Aussenwelt abgeschnitten.
Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (WSL) erklärt, dass die starken Schneefälle der letzten Tage in Verbindung mit starkem Wind zur Bildung von Schneemassen auf einer bereits fragilen Schneedecke geführt haben. Diese kann sich jederzeit lösen.
Für die Expertinnen und Experten des WSL handelt es sich um eine gefährliche Situation, die nicht unterschätzt werden darf. Sie ist jedoch nicht so aussergewöhnlich wie der «Lawinenwinter» von 1950/1951, an den verschiedene Medien erinnern. In jenem Jahr forderten Lawinen 98 Todesopfer und zerstörten rund 1500 Gebäude. Diese Tragödie leitete einen politischen und technischen Paradigmenwechsel in der Lawinenprävention ein.
Guido A. Zäch, ein Pionier auf dem Gebiet der Rehabilitation von Querschnittgelähmten, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Ihm ist namentlich die Gründung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung zu verdanken.
Zächs Vision war ein Land, in dem Menschen im Rollstuhl ihre Autonomie und Selbstbestimmung zurückgewinnen können. Dies war in den 1960er-Jahren sicherlich nicht der Fall, als der St. Galler als junger Arzt die Lücken des Spital-, Sozial- und Versicherungssystems in der Schweiz bei der Betreuung dieser Menschen erkannte.
Zu den von Zäch konzipierten und geschaffenen Vereinen und Initiativen zählt die 1975 gegründete Schweizer Paraplegiker-Stiftung, die unter anderem das 1990 entstandene Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil (Kanton Luzern) unterstützt. «Eine einzigartige Institution, die das Leben von Zehntausenden von Menschen verbessert hat», schreibt die Schweizer Illustrierte (SI).
Seine Berufung entstand durch einen Unfall im Alter von 18 Jahren. Als er in ein flaches Schwimmbecken sprang, erlitt er eine Kompression der Wirbelsäule. Für ihn hatte dies keine Folgen, eine andere Person, die denselben Sprung wagte, blieb jedoch gelähmt. «Das hätte ich sein können», sagte Zäch vor einem Jahr der SI. Die Frage, wie diese Person hätte behandelt werden können, wurde zur treibenden Kraft für den Rest seines Lebens.
Zu den Schweizer Einwohnerinnen und Einwohnern, die im vergangenen Jahr für internationales Aufsehen gesorgt haben, gehört auch… eine Ente. Das Foto des Federtiers, das im April in Köniz mit 52 km/h in einer 30er-Zone von einem Blitzer erwischt wurde, ist viral gegangen und ziert nun das Cover des neusten Albums einer deutschen Rockband.
Die amüsante Geschichte der männlichen Stockente als Temposünder wurde von der Band «Tales Like These» auf Instagram entdeckt. In einer Zeile ihres Songs «Cavities» wird der englische Ausdruck «duck and dive» verwendet, was «Problemen ausweichen» bedeutet. Der Begriff «duck» bedeutet sowohl «sich duckend ausweichen» als auch «Ente».
Aus diesem Grund wurde der Erpel unter den Bandmitgliedern zu einer Art Maskottchen. Sie baten Köniz um das Recht, das Bild als Cover ihres neuen Albums «Evidence Of Past Mistakes» zu verwenden.
Die Gemeindeverwaltung war sehr gerne bereit, diesem Wunsch nachzukommen, wie auf der offiziellen Facebook-Seite der Berner Vorortsgemeinde zu lesen ist. Was die Hauptbetroffene davon hält, ist nicht bekannt.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards