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Swisscom wechselt Topmanager aus: Tony Reis und Calvin Grieder gehen

Der Schweizer Telekommunikationskonzern Swisscom wechselt seinen Topmanager Tony Reis (Bild) und ein weiteres Mitglied der sechsköpfigen Konzernleitung aus. Begründet werden die Wechsel in der Konzernspitze mit persönlichen Gründen.

Dieser Inhalt wurde am 16. Dezember 1999 - 09:45 publiziert

Der Schweizer Telekommunikationskonzern Swisscom wechselt seinen Topmanager Tony Reis (Bild) und ein weiteres Mitglied der sechsköpfigen Konzernleitung aus. Das Unternehmen begründete den völlig überraschenden Abgang am Donnerstag (16.12.) mit “persönlichen Gründen” und setzte bereits die Nachfolger ein.

Der 58-jährige Reis scheidet auf Ende Jahr aus und ist mit sofortiger Wirkung vom bisherigen Konzernleitungsmitglied Jens Alder als Chief Executive Officer der Swisscom ersetzt worden. Reis hatte die Swisscom seit Januar 1998 geleitet, als der Regiebetrieb in die unternehmerische Unabhängigkeit entlassen worden war. Er führte das Unternehmen im gleichen Jahr an die Börse. Der Rücktritt nach nur zwei Jahren als Konzernchef erfolge “auf eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen”, heisst es in der Swisscom-Mitteilung. Weitere Auskünfte zu den Motiven Reis' waren nicht erhältlich. Reis gebe auch keine Interviews, hiess es auf Anfrage.

Swisscom-Sprecher Sepp Huber sagte aber, die Nachfolgeregelung sei schon seit dem Herbst im Gang. Dabei sei auch extern gesucht worden. Als beste Lösung habe der Verwaltungsrat den 42-jährigen Jens Alder gewählt. Alder gehörte schon bisher der sechsköpfigen Konzernleitung der Swisscom an; er war für die Division Network Services and Wholesale zuständig. Alder werde für unternehmerische Kontinuität sorgen, sagte Huber.

Gleichzeitig mit Reis scheidet auch das Konzernleitungsmitglied Calvin Grieder auf Ende Jahr aus. Er wird durch den Deutschen Carsten Schloter ersetzt, der bisher im Vorstand der deutschen Swisscom-Tochter Debitel sass. Im Falle von Grieders Rücktritt ergänzte Huber auf Anfrage, dass die Demission neben persönlichen Gründen auch mit “unterschiedlichen Auffassungen in Führungsfragen” zusammenhänge.

Auch im Fall Grieders kommt die Trennung völlig überraschend, hatte die Swisscom doch erst am vergangenen 23. November bekannt gegeben, dass Grieder auf den 1. Dezember die operative Leitung der Debitel übernehmen werde. Zu den weiteren Hintergründen des Revirements in der Chefetage der Swisscom wollte Huber nichts sagen.

Die Aktien der Swisscom reagierten an der Schweizer Börse am Donnerstagmorgen mit einem scharfen Kursrückgang auf den Abgang von Reis. Im Eröffnungsgeschäft notierten die Titel bei 577 Franken. Das waren zwei Prozent weniger als am Vorabend. An der Börse wurde über einen internen Konflikt in der Konzernleitung spekuliert. Alder wurde aber als gute Lösung für die Nachfolge von Reis bezeichnet.

SRI und Agenturen

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