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Bern (awp/sda) - Freitag, 11. März 2010:
RÜCKVERSICHERER UNTER DRUCK: Das Erdbeben in Japan hat die Aktien der Rückversicherungen deutlich unter Druck gesetzt. Swiss Re etwa notierte kurz vor Handelsschluss 5,3 Prozent tiefer. Die Börsenkurse in Asien und Europa gaben aber insgesamt nur leicht nach, auch der Yen zeigte sich stabil. Die Schweizer Börse notierte gemessen an SMI und SPI rund 0,8 Prozent im Minus. "Zur Stunde gehen wir davon aus, dass das Beben keine grossen wirtschaftlichen Folgen haben wird", sagte Derek Halpenny von der Bank of Tokyo-Mitsubishi. Allerdings sank der Ölpreis: Japan ist der drittgrösste Ölverbraucher weltweit.
HILTI HAT TALSOHLE DURCHSCHRITTEN: Der Baugerätehersteller Hilti ist auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Obwohl der starke Franken den Umsatz im Jahr 2010 bremste, kletterte der Reingewinn um 82 Prozent auf 142 Mio. Franken. Der Umsatz nahm in Lokalwährungen um 7,4 Prozent zu. Als Klotz am Bein erwies sich allerdings erneut der starke Franken, der das Umsatzwachstum auf 2,2 Prozent auf 3,93 Mrd. Fr. bremste. Im Vorjahr hatte Hilti noch einen Umsatzrückschlag von 18 Prozent und einen Absturz des Gewinns auf weniger als ein Drittel hinnehmen müssen. In den nächsten Jahren will Hilti kräftig wachsen und tausende neue Stellen schaffen.
SCHÄRFERE SMI-KRITERIEN: Die Schweizer Börse wird restriktiver bei der Aufnahme von Aktien in den Leitindex SMI. Bei Unternehmen, die bereits an einer anderen Börse kotiert sind, spielt das Handelsvolumen ab 1. Juli neu eine gewichtigere Rolle. Die Titel müssten eine genügend hohe Liquidität aufweisen, sagte Werner Bürki, Geschäftsleitungsmitglied der Schweizer Börse SIX. Es sei für die SIX nicht interessant, wenn der Aktienhandel hauptsächlich an einer anderen Börse stattfinde. Damit wird fraglich, ob das US-Erdölservice-Unternehmen Weatherford, das seit November auch an der SIX kotiert ist, in den SMI aufgenommen wird. Keine Probleme sehen Analysten dagegen beim SMI-Neuling Transocean.
MIKRON MIT SCHWARZEN ZAHLEN: Der Bieler Maschinenhersteller Mikron hat erstmals seit 2007 wieder einen operativen Gewinn erzielt. Dieser lag im vergangenen Jahr bei 1,5 Mio. Franken. Der Reingewinn betrug 0,4 Mio. Franken, nachdem 2009 noch ein Verlust von 32,8 Mio. Fr. verbucht werden musste. Mikron bestätigte auch das bereits im Januar bekannt gegebene Umsatzwachstum von 21,6 Prozent auf 182,5 Mio. Franken. "Wir konnten dank des weltweiten Aufschwungs die Blutung stoppen", sagte Verwaltungsratspräsident Heinrich Spoerry. Mikron habe in Asien Kunden dazugewonnen und vom Wiederaufschwung in der Maschinen- und Anlagenbauindustrie profitiert. Ende 2010 beschäftigte Mikron 902 Mitarbeiter, 57 weniger als noch ein Jahr zuvor.
SCHWEITER GELINGT WENDE: Der im Maschinenbau und in der Herstellung von Werkstoffen tätige Schweiter-Konzern hat im vergangenen Jahr 51,0 Mio. Fr. verdient. Im von der Wirtschaftskrise geprägten Vorjahr resultierte noch ein deutlicher Verlust von 20,4 Mio. Franken. Schweiter konnte seinen Umsatz auf 932,1 Mio. Fr. steigern. Das ist mehr als sieben Mal so viel wie noch im Jahr zuvor. Grund dafür ist das Ende 2009 von der britisch-australischen Rio-Tinto-Gruppe aufgekaufte Verbundwerkstoffgeschäft, das 719,5 Mio. Fr. zum Umsatz beisteuerte.
MEHR SCHUHE VERKAUFT: Die Dosenbach-Ochsner-Gruppe hat den Umsatz im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent auf 949 Mio. Fr. ausgeweitet. Mit 12,8 Millionen Paar Schuhen verkaufte die Gruppe 5,8 Prozent mehr als noch 2009. Das Unternehmen, das zur deutschen Deichmann-Gruppe gehört, konnte vor allem in den Kerngruppen Damen-, Herren- und Kinderschuhe zulegen. Zudem habe auch der Sportschuhverkauf zum Wachstum beigetragen. Die Zahl der Mitarbeiter in den 357 Schweizer Filialen und der Verwaltung wuchs gegenüber 2009 um 175 auf 3853 Personen.
MOBILEZONE LEGT ZU: Der Dübendorfer Mobilfunkdienstleister Mobilezone hat 2010 seine Verkaufserlöse leicht und den Gewinn deutlich steigern können. Der Umsatz stieg von 297,9 auf 300,0 Mio. Franken, der Gewinn kletterte um gut 8 Prozent auf 25,2 Mio. Franken. Zum guten Ergebnis beigetragen hätten neben der klassischen Vermittlung von Mobilfunkabonnementen insbesondere die Verkäufe von Handy-Zubehör und Versicherungen für Mobiltelefone, hiess es. Insgesamt seien in den Mobilezone-Filialen 439'000 Handyabos abgeschlossen worden, 6000 weniger als im Vorjahr.
WIR BANK GEWACHSEN: Die WIR Bank ist mit dem vergangenen Geschäftsjahr zufrieden: Während die Bilanzsumme um 2,2 Prozent auf 3,8 Mrd. Fr. anstieg, wurde beim Gewinn ein Zuwachs um 2,8 Prozent auf 11,9 Mio. Fr. verzeichnet. Die Dividende soll von 8.50 auf 8.75 Fr. erhöht werden. Der WIR-Umsatz - der bargeldlose Zahlungsverkehr unter den rund 60'000 WIR-Mitgliedern - entwickelte sich ebenfalls positiv: Mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 1,627 Mrd. Fr. übertraf er die beiden Vorjahre.
KRISE ÜBERWUNDEN: Der Schleifmittel- und Werkzeugmaschinenhersteller Winterthur Technologie hat 2010 einen Gewinn von 17,3 Mio. Euro erzielt, nachdem der Überschuss 2009 dramatisch auf 1,5 Mio. Euro eingebrochen war. Wie bereits Ende Januar publiziert, ist der Umsatz um 38,5 Prozent auf 190 Mio. Euro geklettert. Seit Ende Februar gehört die Firma dem US-Technologiekonzern 3M.
WEITERER GEWINNEINBRUCH BEI BACHEM: Zwar hat das Baselbieter Biotechunternehmen Bachem in der zweiten Jahreshälfte deutlich an Fahrt gewonnen, trotzdem steht fürs das ganze Geschäftsjahr 2010 noch ein Gewinneinbruch von 38,6 Prozent zu Buche. Der Gewinn schrumpfte von 46,1 Mio. Fr. im Vorjahr auf 28,3 Mio. Franken. Darin einbezogen seien Sondereffekte sowie der Verkauf der Beteiligung an der Polyphor AG, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz fiel innert Jahresfrist um 15,9 Prozent auf 152,9 Mio. Franken.
SWATCH AN ENERGIZER-STANDORT INTERESSIERT: Die Swatch Group ist interessiert am Fabrikgebäude des Batterienherstellers Energizer in La Chaux-de-Fonds. Auch ein Teil der 226 Angestellten des vor der Schliessung stehenden Werkes kann möglicherweise zum weltgrössten Uhrenkonzern wechseln. Die Swatch Group sei in Gesprächen mit der Direktion von Energizer, sagte Konzernchef Nick Hayek dem Westschweizer Radio RSR. Angesichts der stark anziehenden Nachfrage brauche Swatch zusätzliche Produktionsflächen und Fabriken.
AIG ZAHLT ZURÜCK: Der vom Staat gerettete US-Versicherer AIG hat der Regierung überraschend den Rückkauf milliardenschwerer Anleihen angeboten. AIG will Hypotheken besicherte Anleihen für 15,7 Mrd. Dollar in bar vom Staat zurückkaufen. Die Mitteilung kam unerwartet, da AIG zuletzt noch mitgeteilt hatte, ein Angebot frühestens in einem Jahr zu machen. Der Staat hatte AIG in der Finanzkrise mit 182 Mrd. Dollar gerettet. Er hält noch 92 Prozent der AIG-Anteile.

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