Navigation

TAGESÜBERBLICK WIRTSCHAFT

Dieser Inhalt wurde am 14. April 2010 - 17:30 publiziert

Bern (awp/sda) - Mittwoch, 14. April
REKORDERGEBNIS: Die Versicherungsgruppe Vaudoise hat im vergangenen Jahr ein rekordhohes operatives Ergebnis erwirtschaftet. Der Gewinn vor Steuern belief sich auf 160,9 Mio. Fr. nach 63,8 Mio. Fr. im Jahr zuvor. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 126,7 Mio. Franken. Im Vorjahr waren es 142,2 Mio. Franken - allerdings dank eines ausserordentlichen Ertrags als Folge des Verkaufs der Krankenversicherung Intras. Die gebuchten Bruttoprämien stiegen auf 1,82 (Vorjahr: 1,79) Mrd. Franken. Im Nichtleben-Geschäft nahmen die gebuchten Nettoprämien um 0,2 Prozent auf 642,4 Mio. Fr. zu. Im vergangenen Jahr hatte in diesem Segment noch ein Minus von 1,7 Prozent resultiert. Das Verhältnis zwischen Prämieneinnahmen und Schadenszahlungen (Combined Ratio) verschlechterte sich innert Jahresfrist von 84,2 auf 89,6 Prozent. Das Eigenkapital stieg um knapp einen Fünftel auf 760,6 Mio. Franken.
JAHRESVERLUST: Die Accu-Oerlikon-Gruppe musste im Geschäftsjahr 2009 einen leicht höheren Jahresverlust von 2,38 Mio. Fr. hinnehmen. Im Vorjahr betrug dieser noch 1,95 Mio. Franken. Auch das operative Ergebnis lag im roten Bereich. Der Betriebs-Verlust betrug 3,71 Mio. Franken. Bereits Anfang März hatte das Unternehmen den Umsatz bekanntgegeben. Der Verkäufe gingen um 31,5 Prozent auf 49,4 Mio. Fr. zurück. Accu hatte sein operative Geschäft mit Batterien Ende November 2009 an die US-Gesellschaft EnerSys veräussert. Die letzten Arbeiten aus dem Verkauf des Geschäfts sollen bis Ende Juni 2010 abgeschlossen sein. In der Accu Holding verbleiben die Liegenschaften der Gruppe. Der Verwaltungsrat evaluiere nun, ob und wie die rechtliche Struktur der Gruppe vereinfacht werden könne.
RÜCKGANG: Die Regionalbanken-Gruppe RBA-Holding hat 2009 weniger verdient. Der Reingewinn sank um 5,9 Prozent auf 252 Mio. Franken. Die Gruppe begründet dies teilweise mit Vorleistungen für eine neue Informatikplattform sowie Investitionen in den Vertrieb. Der Betriebsertrag ging um 1,8 Prozent auf 943 Mio. Fr. zurück. Die Kundengelder konnten indes wie bereits im Vorjahr gesteigert werden, und zwar um 4,2 Prozent auf 36,3 Mrd. Franken. Die Bilanzsumme überschritt die Schwelle von 50 Milliarden, sie wuchs um 3,7 Prozent auf 50,6 Mrd. Franken. Der Zinsertrag sank um 4,7 Prozent auf 719 Mio. Franken. Im Kerngeschäft der Hypothekarausleihungen wuchs die RBA-Gruppe indes trotz eines hart umkämpften Marktes um 5,3 Prozent auf 39,3 Mrd. Franken, die Kundenausleihungen stiegen um 5,0 Prozent auf 43,3 Mrd. Franken.
KREDITKAMPF: Die Elektrotechnik-Firma Elma hat das zweite Jahr in Folge rote Zahlen geschrieben und muss nun um Kredite kämpfen. Während 2008 ein Abschreiber für einen Verlust von 6,3 Mio. Fr. sorgte, verursachte 2009 der rezessionsbedingte Nachfrageeinbruch ein Minus von 3,6 Mio. Franken. Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel 2009 mit -2,3 Mio. Fr. zwar weniger schlecht aus als im Vorjahr mit -5,6 Mio. Franken. Damals waren allerdings Goodwill-Abschreiber in Deutschland und England von 6,7 Mio. Fr. angefallen. Der Umsatz schrumpfte, wie bereits im Januar gemeldet, um 9,9 Prozent auf 112,5 Mio. Franken. Elma kann mit dem Ergebnis die von den Banken auferlegten Bedingungen für die Gewährung von Krediten (Financial Covenants) nicht einhalten. Um die Verschuldung abzubauen und die Eigenkapitalquote zu stärken, will Elma das zweite Jahr in Folge keine Dividende ausschütten.
ZUFLUSS: Der angeschlagene Drehmaschinen-Hersteller Tornos kann neue Mittel beziehen. Die Generalversammlung stimmte dem Vorschlag zu, ein genehmigtes Aktienkapital von bis zu 22,5 Mio. Fr. zu schaffen. Auf eine Dividende mussten die Aktionäre erneut verzichten, das Bilanzergebnis wurde auf die neue Rechnung vorgetragen. Das Unternehmen hatte für 2009 einen Verlust von 29,6 Mio. Fr. und einen Umsatzeinbruch um 56,5 Prozent auf 114,4 Mio. Fr. ausgewiesen.
GEWINN: JP Morgan Chase hat im ersten Quartal 2010 weit mehr verdient als erwartet. Die zweitgrösste US-Bank erwirtschaftete dank des starken Investmentbankings einen Reingewinn von 3,3 Mrd. Dollar. In der Vorjahresperiode waren es noch 2,1 Mrd. Dollar gewesen. Die Einnahmen beliefen sich auf 28,2 Mrd. Dollar und lagen damit ebenfalls über den Markterwartungen. JP Morgan gehört zu den Gewinnern der Finanzkrise. Selbst als anderen Banken das Geld ausging, fuhr der Konzern noch solide Gewinne ein. In keinem Quartal schrieb die Bank rote Zahlen. Sie kaufte die angeschlagene Investmentbank Bear Stearns und die zusammengebrochene Sparkasse Washington Mutual.
VERBOT: Israel hat der Vorfreude auf das iPad von Apple einen Dämpfer versetzt. Weil die WiFi-Techonologie nicht mit israelischen Standards kompatibel sei, habe das Ministerium für Kommunikation noch keine Genehmigung erteilt. Der Zoll sei angewiesen worden, die Tablet-Computer zu konfiszieren. Auf dem internationalen Flughafen von Tel Aviv sind nach Angaben des Zolls allein am Dienstag zehn iPads beschlagnahmt worden, obwohl die Eigentümer den fälligen Einfuhrzoll zahlen wollten. Einem iPad-Besitzer sei empfohlen worden, das Gerät zurückzuschicken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?