Uni Luzern: schwarze Null und so viele Studierende wie noch nie
Im Herbstsemester 2025 waren an der Universität Luzern erstmals über 4000 Studierende eingeschrieben. Die Jahresrechnung der Uni, die derzeit sparen muss, schloss ausgeglichen ab.
(Keystone-SDA) Ein kleines Plus von 0,2 Millionen Franken steht zu Buche, wie die Universität am Mittwoch anlässlich der Publikation des Jahresberichts mitteilte. Durch einen Beschluss des Kantonsrats wurde das Eigenkapital einmalig um 2,9 Millionen Franken gestärkt.
Im vergangenen Oktober gab die Leitung der Universität Luzern ihre Sparpläne bekannt. Aufgrund eines strukturellen Defizits soll die Institution in drei von sechs Fakultäten total zwei Millionen Franken einsparen und wenig nachgefragte Studiengänge einstellen.
In seinem Vorwort zum Jahresbericht begrüsst Bildungsdirektor Armin Hartmann (SVP) die «rasch eingeleiteten» Sparmassnahmen. Damit gewinne die Universität wieder Handlungs- und Gestaltungsspielraum. Jedoch seien einige Fakultäten unter Druck, die Angebote anzupassen und neu auszurichten. Die Entwicklung der Studierendenzahl sei «je nach Fakultät» sehr unterschiedlich.
«Ohne Verwertungsdruck»
Der Rektor der Universität, Martin Hartmann, schrieb in seinem Vorwort dazu, die Studierendenanzahl halte sich auch «in Bereichen, die unter Druck stehen, etwa in den Geistes- und Sozialwissenschaften». Weiter mahnte er daran, im Kontext der Sparmassnahmen dürfe die «ökonomische Sprache» nicht die einzige sein, die gesprochen werde. Die Universität müsse «Forschung ermöglichen, deren Mehrwert nicht ersichtlich ist und die ohne Verwertungsdruck auskommt», schrieb er.
Das Jahr 2025 war für die Universität ein Jubiläumsjahr: Sie feierte ihr 25-jähriges Bestehen, unter anderem mit einem Tag der offenen Tür.