Ustermer Stadträtin Beatrice Caviezel gesteht Fehler ein
"Ja, ich habe einen Fehler gemacht": Die in der Polizei-Affäre von Uster unter Beschuss stehende Stadträtin Beatrice Caviezel (GLP) räumt einen Fehler bei der Rechnungssplittung für die Strassensperrung ein. Einen Rücktritt schliesst sie derzeit aus.
(Keystone-SDA) «Ich war damals etwas im Stress und stellte die Sicherheit des Stadtfests über alles», sagte Beatrice Caviezel im am Dienstag ausgestrahlten Gespräch mit dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen von Radio SRF. Sie habe in diesem Augenblick nicht realisiert, dass sie einen Fehler machte, als sie die Rechnungssplittung für die Strassensperrung quittierte.
Erst im Frühling sei es ihr bewusst geworden. «Mir fielen wie Schuppen von den Augen, und ich merkte: Das war ein Seich.» Danach sei es ihr wichtig gewesen, den Fehler auch gegenüber dem Stadtrat einzugestehen.
Dass sich das Stadtparlament am Montagabend dafür ausgesprochen hatte, die Vorkommnisse bei der Stadtpolizei mit einer einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) aufzuarbeiten, begrüsse sie. «Es ist mir ein Anliegen, Transparenz zu schaffen und die Angelegenheit gut aufzuarbeiten», sagte sie im Gespräch weiter.
«Ich hoffe schwerstens, dass mir dieser Fehler nicht mehr passiert», sagte die Stadträtin weiter. Laut dem Regionaljournal schliesst sie einen Rücktritt zum jetzigen Zeitpunkt aus.
Verschiedene Untersuchungen
Die Stadtregierung hatte Caviezel vergangene Woche vorübergehend die politische Verantwortung für das betroffene Geschäftsfeld Sicherheit entzogen.
Zudem kündigte der Stadtrat an, die Angelegenheit extern untersuchen zu lassen. Auch die Kommission öffentliche Dienste und Sicherheit (KÖS) untersucht die Vorgänge.
Mit der Überweisung des Beschlussantrags der SVP/EDU-Fraktion vom Montagabend hat die Geschäftsleitung des Gemeinderats nun sechs Monate Zeit, einen entsprechenden Bericht und Antrag auszuarbeiten. Über die tatsächliche Einsetzung der PUK entscheidet das Parlament erst zu einem späteren Zeitpunkt.