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Wasserqualität in neun Glarner und Bündner Freibädern beanstandet

Keystone-SDA

Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit hat in 22 Glarner und Bündner Freibädern Kontrollen durchgeführt. In neun Fällen mussten die Betriebsleiter Korrekturmassnahmen ergreifen, weil die Badewasserqualität beanstandet wurde.

(Keystone-SDA) Bei den Kontrollen in 35 Becken in den 22 Bädern wurden gemäss einer Mitteilung des Amts für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit vom Dienstag sowohl Handmessungen vor Ort durchgeführt als auch Wasserproben entnommen. Diese sind dann im Labor mikrobiologisch und chemisch weiterführend untersucht worden.

In sieben Bündner und zwei Glarner Badis wurden Abweichungen von den rechtlichen Anforderungen an die Badewasserqualität festgestellt. Betroffen waren neun Becken in Graubünden und drei in Glarus. In einem Becken wurden Fäkalkeime und Pseudomonaden nachgewiesen – dieses Becken wurde vorübergehend geschlossen.

Überprüft wurden gemäss Mitteilung der Gehalt an Chlorat, der Harnstoffgehalt, der Gehalt an freiem Chlor, die Trübung und der Gehalt an Trihalomethanen und aeroben mesophilen Keimen.

Nur Wasseraustausch hilft bei zu hohem Chlorat-Wert

Nicht gesund ist dabei vor allem, wenn im Wasser zu viel Chlorat vorhanden ist, wie Kantonschemiker Matthias Beckmann gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ausführte. Dies war in vier Fällen der Fall. Ungesund ist es insbesondere, wenn etwa Kinder das betroffene Wasser schlucken. Auch hier sei der zu hohe Wert aber nicht dramatisch, wie Beckmann betonte. Für Nebenwirkungen bräuchte es grosse Mengen des Desinfektionsnebenproduktes, welche die Kinder über das Wasser aufnehmen müssten. «Trotzdem gilt die Devise, so wenig wie möglich», erklärte Beckmann.

In zwei Fällen wurde der Gehalt an freiem Chlor beanstandet. Hier darf der Wert gemäss Beckmann weder zu hoch noch zu niedrig sein. Ist er zu niedrig, erfüllt das Chlor die Desinfektionsfunktion nicht mehr. Fällt der Wert zu hoch aus, können rote Augen oder gereizte Haut die Folgen sein.

Die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter der Bäder, die beanstandet wurden, mussten deshalb Korrekturmassnahmen ergreifen und die Selbstkontrolle verbessern.

Bei den Bündner und den Glarner Freibädern zeigte sich gesamthaft gemäss Mitteilung aber gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung. Bei 41 Prozent der Bäder kam es zu Beanstandungen, 2025 waren es noch 59 Prozent. Insgesamt 34 Prozent der Badewasserproben erfüllten die Anforderungen nicht, 2025 waren es noch 48 Prozent.

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