Aussenhandel: Erholung im ersten Halbjahr
Mit einer realen Zunahme der Exporte von sechs Prozent gegenüber der Vorjahresperiode hat sich der Schweizer Aussenhandel in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres erholt - trotz schwachem Euro.
Trotzdem blieben die Ergebnisse 2010 sichtbar unter dem Höchststand des Jahres 2008. Exportseitig vollzogen die Uhren- und die Metallindustrie gegenüber dem Vorjahr die eindrücklichste Wende, wie die Eidgenössische Zollverwaltung mitteilt.
Hinsichtlich Absatzmärkte wuchsen die Verkäufe nach Asien sowie Nord- und Lateinamerika insgesamt am kräftigsten. Die Lieferungen in die EU wuchsen trotz des im Vergleich zum Franken schwachen Euro um 5,6% auf 57,7 Mrd. Franken
Nominal, das heisst inklusive Teuerung, stiegen die gesamten Ausfuhren um 8,2% auf 96 Mrd. Franken. Wobei sie im zweiten Quartal zweistellig wuchsen, also etwas kräftiger zulegten als im ersten. Dies bestätigt den Wachstumstrend.
Die Einfuhren stiegen um 7,7 % (real 6%) auf 86,1 Mrd. Franken. Dennoch näherten sich die Exporte niveaumässig erst wieder dem Stand des ersten Halbjahrs 2007.
Der Überschuss in der Handelsbilanz stieg somit um 12,7% auf 9,9 Milliarden.
Nachdem sich vor Jahresfrist noch sämtliche Exportbranchen in der Minuszone befunden hatten, wechselten – mit Ausnahme der Bekleidungsindustrie – alle von ihnen auf die Wachstumsseite.
Niveaumässig jedoch blieben alle Branchen sichtbar unter ihrem einstigen Höchststand.
swissinfo.ch und Agenturen
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