Gewerkschaften und Baumeister mauern

Die Gewerkschaften Unia und Syna lehnen das Lohnangebot der Baumeister als "mickrig" ab. Diese hingegen sprechen mit Verweis auf die "miserable" Ertragslage, die Teuerung und die im Vergleich zu anderen Handwerkern hohen Löhne von einem guten Angebot.

Dieser Inhalt wurde am 20. November 2010 - 17:03 publiziert
swissinfo.ch und Agenturen

Zwischen dem Angebot der Baumeister und den Forderungen der Gewerkschaften Unia und Syna liegen derzeit scheinbar unüberbrückbare 1,7 Prozentpunkte. Die Gewerkschaften fordern 150 Franken mehr Lohn pro Monat. Bei einem durchschnittlichen Lohn entspräche dies einer Erhöhung von rund 2,7%.

Die Baumeister schlagen eine Lohnerhöhung von 1% für das kommende Jahr vor: 0,6% für eine generelle Lohnerhöhung und 0,4% für individuelle Lohnerhöhungen.

Die Delegierten der beiden Berufskonferenzen Bau der Gewerkschaften Unia und Syna haben am Samstag das Baumeisterangebot je einstimmig abgelehnt, wie die Gewerkschaften mitteilten. Sie nannten es ein "schäbiges Lohnangebot".

Die Gewerkschaften begründen ihre Position mit der für die Baubranche guten Konjunktur und besten Aussichten für die nahe Zukunft.

Dies stellt der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) nicht in Abrede. Die Auftragsbücher seien tatsächlich voll, wiederholte SBV-Präsident Werner Messmer die Argumente der Baumeister. "Aber die Ertragslage ist miserabel." Grund dafür ist laut SBV-Direktor Daniel Lehmann der ruinöse Wettbewerb unter zu vielen Anbietern.

Weiter begründen die Baumeister ihre Haltung damit, dass die Angestellten im Bauhauptgewerbe die "höchsten Löhne aller Handwerker haben", wie Messmer sagte. Und schliesslich akzeptiere der SBV nicht mehr, dass die Gewerkschaften jede Verhandlungsrunde in der Öffentlichkeit polemisch ausbreiteten.

Die Unia forderte am Samstag die Arbeitgeber auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren "und ein besseres Angebot zu unterbreiten".

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