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Kontroverse um Post-Sortiermaschinen

Die Post will neue Sortiermaschinen kaufen, die an Stelle der Briefträger die Post sortieren. Befürchtungen der Gewerkschaft Kommunikation, wonach damit bis zu 3400 Stellen gefährdet sind, widerspricht Post-Chef Jürg Bucher.

Dieser Inhalt wurde am 14. März 2010 - 14:04 publiziert

Post-Sprecher Oliver Flüeler hatte in der Sendung 10vor10 des Schweizer Fernsehens am Freitagabend die Ausschreibung eines Grossauftrags für Sortiermaschinen bestätigt. Mit dem Projekt "Distrinova" will die Post die Logistik beim Briefverkehr straffen.

Dank dieser neuen High-Tech-Maschinen fällt das manuelle Sortieren durch die Briefträger grösstenteils weg. Eine einzige dieser Maschinen kostet mehrere Millionen Franken.

Sprecher Flüeler sagte in der Sendung: "20 bis 60 solcher Maschinen ist das Gesamtvolumen, das theoretisch umsetzbar wäre." Post-Chef Jürg Bucher bezeichnete diese Angabe in einem Interview mit der Zeitung Sonntag als "Maximalzahlen".

Die Auswirkungen des Projekts auf die Arbeitsplätze seien noch nicht evaluiert, sagte Bucher. "Die erwähnten 3400 Arbeitsplätze sind für mich neu." Hätten die Veränderungen Konsequenzen für das Personal, würden diese sozialverträglich umgesetzt.

Laut der Gewerkschaft Kommunikation liesse sich mit den neuen Sortiermaschinen jede fünfte Arbeitsstunde der Briefträger einsparen. "Kommen diese Maschinen flächendeckend zum Einsatz, so sind bis zu 3400 Arbeitsplätze von Briefträgern gefährdet", sagte Gewerkschafts-Vizepräsident Fritz Gurtner.

swissinfo.ch und Agenturen

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