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Pleitewelle sucht Schweiz heim

Noch nie gingen in der Schweiz so viele Firmen Konkurs wie in der ersten Hälfte dieses Jahres. Offenbar eine Spätfolge der Finanz und Wirtschaftskrise

Von einem "traurigen Rekord" spricht die Gläubigervereinigung Creditreform bei der Veröffentlichung der Bilanz. Publiziert wurden die Konkurse von über 3137 Firmen, das sind 26,2% mehr als im Vorjahressemester.

Auch wenn die Verschärfung des Obligationenrechts herausgerechnet wird, beträgt die Zunahme laut Creditreform immer noch 18,4%.

Die Firmenpleiten in diesem Jahr könnten durchaus noch von der Finanzkrise von 2008 bewirkt worden sein. Denn bis ein Unternehmen in Konkurs gehe, könne es unter Umständen Monate oder gar Jahre nach Eintreten des eigentlichen Grundes dauern, schreibt Creditreform.

Der steile Anstieg hielt im Juni an. 514 Firmen gingen in dem Monat pleite, 26,2% Prozent mehr als im Juni 2009. Auch bei den Konkursen von Privatpersonen (+18,5% auf 512) verschärfte sich die Lage. Über das ganze Semester gesehen, bleiben die Privatpleiten aber leicht rückläufig (-2% auf 2796).

Mit total 5933 Konkurseröffnungen übertrifft das erste Halbjahr 2010 den bisherigen Spitzenreiter 2007, in dem in der gleichen Periode 5423 Konkurse gezählt worden waren.

swissinfo.ch und Agenturen


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