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Warnung vor Immobilienblase

Für den Chef der eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma), Patrick Raaflaub, liegen in der Schweiz "alle Zutaten für eine kräftige Immobilienblase" vor. Er warnt vor einer zu laschen Vergabe von Hypotheken.

Es gebe "extrem tiefe Zinsen, den Glauben der Leute, Immobilien seien praktisch risikolose Anlagen, eine grosse Nachfrage und stark steigende Preise zumindest in einigen Regionen," sagte Raaflaub in einem Interview mit der NZZ am Sonntag. Die Finma sei verpflichtet, genau hinzuschauen.

Für die Behörde sei es aber schwierig, bei den Banken bremsend auf die Vergabe der Hypotheken hinzuwirken. Diese sei letztlich Sache des Risiko-Managements der Banken. Wichtig sei, dass diese sicherstellten, dass die Kunden die Schulden tragen können. Die Finma setze durch, dass die entsprechenden Tragbarkeitsrechnungen richtig gemacht würden.

"Wenn die Zinsen steigen, die Tragbarkeit nicht mehr gewährt ist und gleichzeitig noch die Preise sinken sollten, dann ist die Immobilienkrise da," sagte Raaflaub weiter.

Auf die Frage der NZZ am Sonntag, welche Lehren die Finma ziehe aus dem Bericht der Geschäftsprüfungs-Kommission des Parlaments (GPK) zur UBS-Krise, erklärte Raaflaub, grundsätzlich fühle sich die Finma in der eigenen Aufarbeitung unterstützt. Ebenso im neuen Ansatz, "den wir nun schon seit eineinhalb Jahren weiterentwickeln".

Besonders in einem Punkt spüre die Finma aber hohe Erwartungen: "Wir sollen Unternehmensspitzen stärker zur Rechenschaft ziehen. Hier müssen wir genau prüfen, ob und wie wir dieses Erwartungen auch erfüllen können", so Raaflaub.

swissinfo.ch und Agenturen


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