Altkommunistin Jenny Humbert-Droz im 108. Lebensjahr gestorben
Die Westschweizerin Jenny Humbort-Droz (Bild), eine der letzten direkten Zeuginnen der Anfänge des Kommunismus, ist am vergangenen Dienstag (04.01.) im Alter von 108 Jahren in Malvillier (Kanton Neuenburg) gestorben.
Die Westschweizerin Jenny Humbort-Droz (Bild), eine der letzten direkten Zeuginnen der Anfänge des Kommunismus, ist am vergangenen Dienstag (04.01.) im Alter von 108 Jahren in Malvillier (Kanton Neuenburg) gestorben.
Jenny Humbert-Droz wurde am 27. August 1892 als Tochter eines Pfarrers bei La Chaux-de-Fonds geboren. Im Jahre 1916 heiratete sie Jules Humbert-Droz, einen der Gründer der Kommunistischen Partei der Schweiz und auf Vorschlag von Lenin Sekretär der Dritten Internationalen. Jenny Humbert-Droz hatte die grossen politisch-sozialen Bewegungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht nur genau verfolgt, sondern auch mitgeprägt. Sie galt in der Schweiz als Feministin und Konsumentenschützerin der ersten Stunde und trug namhaft zur Jules Humbert-Droz Stiftung ihres 1971 verstorbenen Mannes bei.
In einem Interview mit der Nachrichtenagentur sda hatte die militante Kämpferin 1992 erklärt, sie habe immer für “soziale Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit und Solidarität gekämpft”. Von dieser Linie sei sie nie abgewichen.
SRI und Agenturen
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