Arbeit für (fast) alle
Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist im Mai weiter gesunken und hat den tiefsten Stand seit über neun Jahren erreicht. Ende Mai waren 61'097 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 1'935 weniger als im April.
Die Arbeitslosenquote bleibt bei 1,7%, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) am Freitag (08.06.) bekannt gab. Die Zahl der Stellensuchenden sank um 2’867 auf 102’990 Personen. Die gemeldeten offenen Stellen nahmen um 158 auf 14’195 Stellen zu.
Sockelarbeitslosigkeit rückt näher
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai um 3,1% liege im Rahmen der Erwartungen, sagte Jean-Luc Nordmann, Leiter der Direktion Arbeit im seco. Nach den starken Abnahmen in den letzten drei Jahren rücke aber allmählich der Boden näher.
Weiterer Rückgang im Herbst
Im Juni und Juli sei damit zu rechnen, dass die Zahl der Arbeitslosen nur noch geringfügig abnehmen werde, so Nordmann. Lehr- und Studienabgänger drängten in diesen Monaten auf den Arbeitsmarkt. Und auch das Ende der Rekrutenschule wirke sich aus.
Für August und September sei dann nochmals mit einem kräftigeren Rückgang zu rechnen. «Die Zahl von 60’000 Arbeitslosen dürfte dabei unterschritten werden», sagte Nordmann. Das konjunkturelle Umfeld bleibe insgesamt gut, die Beschäftigung nehme weitere zu.
International an der Spitze
Mit einer Arbeitslosen-Quote von 1,7% gehört die Schweiz im internationalen Vergleich bereits wieder zu den Spitzenreitern. Noch vor wenigen Jahren hatten Ökonomen einen Rückgang unter 100’000 Arbeitslose kaum mehr für möglich gehalten.
Die positive Entwicklung spiegelt sich laut Nordmann auch in der stark gesunkenen Zahl der Ausgesteuerten und Langzeitarbeitslosen wieder. In beiden Fällen haben sich die Zahlen in den letzten zwei Jahren mehr als halbiert.
swissinfo und Agenturen
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