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Auf der Suche nach alten Obstsorten

Der Bund schickt die Bevölkerung auf die Suche nach alten Obstsorten. Keystone

Die Bevölkerung in den Kantonen Bern, Freiburg, Neuenburg, Jura und Tessin soll mithelfen, alte Obstsorten ausfindig zu machen. Der Bund will so alte Sorten für die nächsten Generationen langfristig sichern.

Anfang Dezember sind über 21’000 Personen in den betreffenden Kantonen direkt angeschrieben worden, wie die Forschungsanstalt Wädenswil (FAW) am Mittwoch (20.12.) mitteilte. Ziel der Aktion ist es, vom Aussterben bedrohte Obstsorten zu erhalten und bisher unentdeckte Lokalsorten ausfindig zu machen.

Die vorhandenen Obst- und Beerensorten werden beschrieben und wenn möglich identifiziert. Die interessanten und gefährdeten Sorten werden in Sortensammlungen angepflanzt und stehen damit laut FAW künftigen Generationen für Züchtung und Spezialitätenproduktion zur Verfügung.

Obst-Datenbank mit 14’000 Standorte

Der Bund hat dafür eine zentrale Obst-Datenbank geschaffen. Zurzeit werden dort Sortendaten und Hinweise zu über 4000 in der Schweiz bekannten Obstsorten verwaltet. Bisher sind über 14’000 Standortmeldungen registriert.

Finanziert wird das fünfjährige Projekt «Obst- und Beerensorten- Inventarisierung Schweiz» vom Bundesamt für Landwirtschaft im Rahmen eines nationalen Aktionsplans (NAP) zur Erhaltung der genetischen Ressourcen.

Umwelt-Versprechen einlösen

Am Umweltgipfel in Rio 1992 hatte sich die Schweiz international verpflichtet, Massnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Schweiz zu ergreifen. Das Bundesamt für Landwirtschaft löst dieses Versprechen nun ein.

Das Obst- und Beeren-Inventarisierungsprojekt wurde bereits im März in den Kantonen Basel-Land, Basel-Stadt, Schaffhausen und Zürich gestartet.

swissinfo und agenturen

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