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Erdbeben in der Türkei: Zahl der Todesopfer und Verletzten steigt weiter

Die Zahl der Todesopfer ist am Freitag (20.08.) auf über 7'000 gestiegen. Verletzt wurden über 33 000 Personen. Viele Personen werden noch immer vermisst. Aus Angst vor weiteren Beben verbrachen viele Menschen auch die Nacht zum Freitag im Freien.

Die Zahl der Todesopfer ist am Freitag (20.08.) auf über 7’000 gestiegen. Verletzt wurden über 33 000 Personen. Viele Personen werden noch immer vermisst. Aus Angst vor weiteren Beben verbrachen viele Menschen auch die Nacht zum Freitag im Freien.

Es wird befürchtet, dass noch unzählige Opfer unter den Trümmern begraben liegen. Helfer aus dem In- und Ausland setzen deshalb dieverzweifelte Suche nach Überlebenden mit Hochdruck fort.

Die Schweizer Rettungskette konnte bis Donnerstagabend in Izmit elf Überlebende, darunter drei Kinder, bergen. In der Nacht zum Freitag konnten nach Angaben von Stefan Kaspar, Sprecher des Katastrophenhilfekorps (SKH), keine weiteren Personen lebend geborgen werden.

Die kritische Überlebensgrenze für Verschüttete liegt nach Experten-Angaben bei etwa 72 Stunden. Diese Grenze wurde unterdessen überschritten. Die hohen Temperaturen bis 40 Grad schmälern nach Aussagen von Experten die Überlebenschancen. Die Schweizer Rettungskette bleibt aber noch bis mindestens Samstag im Einsatz. Sie besteht aus 98 Personen und 18 Katastrophenhunden.

Die Warnung vor einem weiteren grossen Beben in der Region Gemlik am Marmara-Meer versetzte die Bevölkerung in der Krisenregion aufs Neue in Angst und Schrecken. Millionen verängstigte Menschen verbrachten die Nacht im Freien. Sie folgten damit dem Aufruf der Behörden, die Häuser zu verlassen. In Istanbul und anderen Städten versammelten sie sich auf freien Geländen und Plätzen unter offenem Himmel. Einige beteten und lasen im Koran. Sogar in Ankara und Izmir verliessen Menschen vorsorglich ihre Häuser und kampierten im Freien.

In vielen Städten breitete sich unterdessen Verwesungsgeruch aus. In der Industriestadt Izmit wurde eine Eislaufhalle zur Leichenhalle umfunktioniert. Durch den Zusammenbruch aller Versorgungs- und Entsorgungssysteme drohen die Menschen im Erdbebengebiet nun auch Opfer von Epidemien zu werden.

SRI und Agenturen

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