Gesundheit der Migrationsbevölkerung in der Schweiz soll verbessert werden
In der Schweiz ist die Gesundheit der Migrationsbevölkerung schlechter als jene der Schweizer Bevölkerung. Das will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ändern: Eine Studie soll erste Antworten geben, wie das geschehen soll.
In der Schweiz ist die Gesundheit der Migrationsbevölkerung schlechter als jene der Schweizer Bevölkerung. Das will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ändern: Eine Studie soll erste Antworten geben, wie das geschehen soll.
Die entsprechende Studie wird vom Schweizerischen Forum für Migrationsstudien in Neuenburg durchgeführt. Sie soll die Grundlage für ein Strategiepapier über Ausrichtung und Ziele im Bereich Migration und Gesundheit bilden. Auftraggeberin ist das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Flüchtlinge und der Eidgenössischen Ausländerkommission.
Der Anteil der sogenannten Migrationsbevölkerung, – diese umfasst alle Ausländerinnen und Ausländer, die sich legal oder illegal in der Schweiz aufhalten – liegt heute bei rund 20 Prozent, wie das BAG in einer Mitteilung vom Montag (14.02.) schreibt.
Neben allgemeinen Integrationsschwierigkeiten weisen verschiedene Studien darauf hin, dass aufgrund besonderer Umstände der Gesundheitszustand der Migrationsbevölkerung schlechter ist als jener der Schweizerinnen und Schweizer.
Um die Gesundheit der Migrationsbevölkerung zu verbessern, sollen in einem ersten Schritt der genaue Zustand und die besonders betroffenen Kreise in der weit gefassten Gruppe erfasst werden. Neben dem Ist-Zustand sollen in der Studie aber auch Prognosen für zukünftige Entwicklungen gestellt werden.
Dazu werden rund 300 Akteure aus dem Migrations-, Integrations- und Gesundheitsbereich befragt. Aufgrund der Ergebnisse der Studie wird das BAG anschliessend ein Strategiepapier erarbeiten. Dieses sollte im Herbst 2000 vorliegen. Daran anschliessend werden sich – im Rahmen eines Vernehmlassungsverfahrens – Kantone, Städte und verschiedene Organisationen zum Strategiepapier äussern können.
SRI und Agenturen
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