Höhenflug für Schweizer Hotellerie
Noch nie hat die Schweizer Hotellerie einen derart guten Dezember erlebt wie im Jahr 2000. Dieser Rekord trug zum vierten positiven Jahresergebnis in Folge bei, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag (26.01) mitteilte.
Im Dezember registrierten die Hotelbetriebe 2,11 Mio. Übernachtungen, 174’000 oder 9% mehr als im Vorjahr. Der Binnentourismus trug 837’000 Logiernächte bei – ebenfalls mit Dezember-Bestmarke.
Die Logiernächtezahl ausländischer Gäste erhöhte sich um 141’000 oder 12,5% auf 1,27 Mio. und entsprach damit dem zweitbesten Dezember-Resultat., nach 1980.
Prozentual am stärksten zugenommen hat dabei vor allem die Nachfrage aus Belgien und den Niederlanden (je 34%), Grossbritannien (28%), Japan (24%) und den USA (15%).
Noch hinter Höchststand von 1990
Das BFS rechnet für das ganze Jahr 2000 mit 33,09 Mio. Hotelübernachtungen, 1,79 Mio. oder 5,6% mehr als 1999. Damit setzte sich die positive Entwicklung seit 1997 fort.
Das Resultat liegt aber immer noch um 5,2% unter dem Jahreshöchststand von 1990, als 35,78 Mio. Logiernächte gezählt wurden.
Zwei Sonderfaktoren
Das BFS führt das Gesamtergebnis des Jahres 2000 auf die gute internationale Konjunkturlage und die für den Schweizer Tourismus günstigen Wechselkurs-Verhältnisse zurück. Eine Rolle habe aber auch das gute Preis-Leistungsverhältnis des schweizerischen Angebots gespielt.
Als Sonderfaktoren kamen die nur alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele im bayrischen Oberammergau und das in Rom ausgerufene Heilige Jahr dazu. Diese Attraktionen brachten 16% mehr amerikanische Touristen nach Europa. Es kamen aber auch 14% mehr Japaner, 12% mehr Franzosen und je 10% mehr Holländer und Briten.
swissinfo und Agenturen
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