Internationaler Tag des Waldes: Schweiz thematisiert Wertewandel
Am Internationalen Tag des Waldes (Dienstag 21.03.) wird in der Schweiz der Wertewandel im Wald thematisiert. Am Beispiel der Weisstanne sollen Schwierigkeiten von nachhaltigem Handeln bei veränderten Umwelt- oder Wirtschaftsbedingungen gezeigt werden.
Am Internationalen Tag des Waldes (Dienstag 21.03.) wird in der Schweiz der Wertewandel im Wald thematisiert. Am Beispiel der Weisstanne sollen Schwierigkeiten von nachhaltigem Handeln bei veränderten Umwelt- oder Wirtschaftsbedingungen aufgezeigt werden.
«Was als Thema schon vor Lothar angezeigt war, verdient nun erhöhte Beachtung» schreibt die Umweltbildungsorganisation Silviva in einem Communiqué. Mit der Weisstanne werde ein Garant für Stabilität im Wald aus marktwirtschaftlichen Gründen vernachlässigt.
Im Laufe des Jahres zeigen die Schweizer Trägerorganisationen des Internationalen Tags des Waldes (ITW) aus der Wald- und Holzbranche sowie aus Erziehungskreisen daher, was die Weisstanne alles zu bieten hat. Die schlichte unbekannte Weisstanne sei in der Tat von grösster Wichtigkeit für einen nachhaltig bewirtschafteten Wald, schreibt Silviva.
Zu wenig Weisstannen in Schutzwäldern Obwohl die Weisstanne hinter der Fichte und der Buche die drittwichtigste einheimische Baumart sei, friste sie im schweizerischen Holzmarkt ein Schattendasein. Unter der Tatsache wiederum, dass sich deutlich zu wenig Weisstannen in Schutzwäldern befänden, leide die Schutzfunktion des Waldes.
Die Wurzeln der Weisstanne reichen laut Silviva mit ihren Wurzeln deutlich tiefer als beispielsweise die der Fichte und verleihen tannenreichen Beständen daher eine grössere Stabilität gegenüber Stürmen. Da der Borkenkäfer die Weisstanne zudem verschone, sei nach Ereignissen wie Lothar auch mehr Holz verwertbar.
Der Internationale Tag des Waldes wird in der Schweiz seit über zehn Jahren begangen. Er wurde Ende der 70er Jahre durch die UNO-Welternährungsorganisation FAO ins Leben gerufen.
swissinfo und Agenturen
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