Koch will SP-Präsidentin bleiben
Ursula Koch will Präsidentin der SP bleiben. Dies teilte sie am Donnerstag (24.02.) vor den Medien in Bern mit. Sie will rasch eine ausserordentliche Parteivorstandssitzung, an der über die Einberufung eines ausserordentlichen Parteitags entschieden wird.
Ursula Koch will Präsidentin der SP bleiben. Wie sie am Donnerstag (24.02.)in Bern erklärte, will sie aber rasch einen Entscheid über die Einberufung eines ausserordentlichen Parteitags, an dem personelle und politische Fragen diskutiert werden könnten.
Koch fühlt sich weiterhin «stark» von der Basis der Partei getragen. «Aus heutiger Sicht» würde sie bei diesem Parteitag wieder als Parteipräsidentin kandidieren. Jetzt zurückzutreten, wäre für die Partei keine Lösung: «Ich rufe meine Partei auf, jetzt nicht in Panik zu machen.»
Führung und Management der SP seien ungenügend, erklärte Koch. Es sei ihr Ziel, die dringend notwendigen Veränderungen einzuleiten und zum Erfolg zu führen. Verbessert werden müssten die Finanzbeschaffung, die Kommunikation und die Beschlussfähigkeit der Parteigremien.
Es mache sie traurig, wie bisher die Auseinandersetzung um die Parteileitung geführt worden sei, sagte Koch. Sie habe schon viele Führungsfunktionen ausgeübt, und es sei ihr bis heute immer gelungen, die schwierigsten Situationen in einem Klima der Offenheit, der Ehrlichkeit und der Toleranz zu bewältigen.
Sie könne sich in einem Klima des Ellenbögelns und des Misstrauens nicht entfalten, bekannte Koch. Sie brauche ein aufgestelltes Team, das Freude habe, die politischen Zielsetzungen der SP wirksam in gemeinsamen Kampagnen, Aktionen und in parlamentarischer Arbeit umzusetzen.
SRI und Agenturen
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