Konferenz über Menschenrechte und Statistik eröffnet
Neue Analyse- und Messinstrumente sind unerlässlich für eine Politik, die das Wohl möglichst vieler Menschen zum Ziel hat. Dies erklärte Bundesrätin Ruth Dreifuss am Montag (04.09.) an der Eröffnung einer internationalen Konferenz in Montreux (VD).
Rund 700 Personen aus 123 Ländern werden bis am Freitag (08.09.) über die Zusammenhänge zwischen Menschenrecht und Statistik diskutieren. Wie Ruth Dreifuss sagte, braucht der moderne Staat ein Navigationsinstrument in Form des statistischen Apparats, um den politischen Kurs korrekt festzulegen.
Dass dies bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) nicht anders ist, hatte DEZA-Direktor Walter Fust im Vorfeld der Konferenz in Montreux erklärt. So verteilt die DEZA zum Beispiel Hilfsgelder auf Grund von statistischen Daten.
Methoden und Indikatoren
An der Konferenz soll diskutiert werden, ob und mit welchen Methoden und Indikatoren es möglich sein wird, die Fortschritte in der Einhaltung der Menschenrechte zu beobachten und die menschliche Entwicklung besser zu kontrollieren.
Bundesrätin Dreifuss hofft dabei, dass es möglich sein wird, die Situation statistischer Informationen oder den Mangel an solchen Informationen in praktisch allen Bereichen der Umsetzung der Grundrechte und der Entwicklung zu prüfen.
Dank der Konferenz würden vielleicht neue Messinstrumente, Wege und Vorschläge realisiert, welche die Zusammenarbeit zwischen den Fachleuten und den zuständigen Stellen für amtliche Statistik stärken könnten. Diese seien unerlässlich für eine Politik, die das Wohl möglichst vieler Menschen zum Ziel habe, so Dreifuss.
Austausch zwischen Produzenten und Benutzern
In Montreux tauschen Produzenten und Benutzer von Statistiken ihre Erfahrungen aus. Ruth Dreifuss zeigte sich davon überzeugt, dass die Ergebnisse der Konferenz „beträchtliche Auswirkungen“ auf
den Kurs der nationalen und internationalen Politik sowie auf die internationale statistische Zusammenarbeit haben wird.
Im Laufe der Konferenz werden verschiedene Persönlichkeiten in Montreux erwartet oder per Satellit zugeschaltet, so Carol Bellamy, Generaldirektorin von Unicef, Nafis Sadik, Generaldirektorin des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, oder Yves Franchet, Generaldirektor von Eurostat.
Organisiert wird der Anlass vom Bundesamt für Statistik und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) im Rahmen der Internationalen Vereinigung für Amtliche Statistik. Am Schlusstag wird als Vertreter des Bundesrates Aussenminister Joseph Deiss teilnehmen.
swissinfo und Agenturen
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