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Swissaid ruft zu Zivilcourage auf

Protestmarsch für die Rechte der Land- und Kastenlosen sowie Ureinwohner in Indien. Swissaid

Mit der Kampagne "Keine Angst vor grossen Tieren" will das Hilfswerk Swissaid auf die vielen, meist unbekannten Menschen hinweisen, die sich unermüdlich und mit viel Mut für das Wohl nicht nur im eigenen Leben, sondern auch in der Gemeinschaft einsetzen.

Vielerorts wäre Entwicklung und Fortschritt ohne die Zivilcourage vieler Frauen und Männer nicht möglich, erklärte Werner Küng, Informationsverantwortlicher von Swissaid, gegenüber swissinfo. “Sie bieten den Mächtigen unerschrocken die Stirn, und sie nehmen persönliche Nachteile in Kauf, um etwas für ihre Gemeinschaft zu erreichen”, fügte Küng hinzu.

Zum Beispiel in Indien

In einem südindischen Dorf gelang es einer Frau eines der ältesten Tabus zu brechen, berichtete Küng. Mit Erfolg habe sich die Mutter für die Abschaffung der Kinderheirat in ihrem Dorf eingesetzt. Heute kämpfe sie für eine bessere medizinische Versorgung.

Oder in Tansania…

Im Muleba-Distrikt zieht eine Jugendgruppe von Dorf zu Dorf, um mit Theater, Gesang und anschliessender Diskussion auf Aids und die möglichen Präventions-Massnahmen aufmerksam zu machen. Jetzt werde dort über Aids offen gesprochen, präzisierte Küng.

“Die Stärke kommt von der Basis”

“Für Swissaid ist es besonders wichtig, dass die Initiativen von unten herauf ergriffen werden und man nicht vergebens warten muss, bis von oben her etwas geschieht”, sagte Küng. So werde auch die Eigenverantwortung gefördert.

Ende Jahr liefen 219 Swissaid-Projekte in Indien, Burma, Guinea-Bissau, Niger, Tansania, Tschad, Ecuador, Kolumbien und Nicaragua. Pro Projekt werden durchschnittlich 74’000 Franken ausgegeben.

Weniger Geld vorhanden

Swissaid hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr bei den Einnahmen aus Spenden, Abzeichen-Verkauf und Beiträgen der öffentlichen Hand Einbussen um mehr als 1,3 Prozent auf 7,5 Mio. Franken hinnehmen müssen.

swissinfo

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