UV-Filter in Muttermilch
In Muttermilch können hohe Konzentrationen von hormonaktiven Substanzen vorkommen. Das hat das Nationale Forschungsprogramm "Hormonaktive Stoffe" ergeben.
Das Nationale Forschungsprogramm förderte neue potenziell hormonaktive Stoffe zu Tage.
Bei der Untersuchung der Muttermilch von 54 Frauen fanden die Forscher in über drei Viertel der Proben einen oder mehrere UV-Filter. Je mehr Sonnenschutzmittel und Kosmetika mit solchen Filtern die Frauen benutzten, desto höher war die Konzentration in der Muttermilch.
Zum Teil seien die Konzentrationen «besorgnis erregend hoch» gewesen, schreibt der Schweizerische Nationalfonds (SNF).
Die Forscher konnten zudem nachweisen, dass einige UV-Filter, die in Sonnencrèmes und Kosmetika vor den schädlichen UV-Strahlen schützen sollen, zumindest bei Ratten die Entwicklung der Geschlechtsorgane und des Gehirns stören können.
Was die über das Trinkwasser aufgenommenen hormonaktiven Substanzen anbelangt, so sei die Menge im Allgemeinen zu gering, um eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darzustellen.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch