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Österreichische Regierung begrüsst Schnellstrasse zur Autobahn A1

Keystone-SDA

Das österreichische Infrastrukturministerium hat das Vorprojekt für eine Schnellstrasse von Dornbirn A zum Schweizer Autobahnanschluss in St. Margrethen SG genehmigt. Die 8,2 Kilometer lange Strasse soll hauptsächlich in einem Tunnel verlaufen.

(Keystone-SDA) Mit der Vorprüfung des zuständigen Ministeriums habe das grösste Strassenbauprojekt im Westen Österreichs eine weitere Hürde genommen, schrieb der österreichische Autobahnbetreiber Asfinag am Dienstag in einer Mitteilung. Damit soll der Anschluss an das Schweizer Autobahnnetz sichergestellt werden. Nun werden die Detailplanung und die Umweltverträglichkeitsprüfung erarbeitet. Letztere sei für das Jahr 2028 geplant.

Die sogenannte Variante «CP – Tunnel offene Bauweise» soll gemäss Asfinag ab der bestehenden Rheintalautobahn durch Vorarlberg beim Anschluss Dornbirn West als Verbindungsstrasse S18 grösstenteils unterirdisch entlang dem Ortsrand von Lustenau A und vorbei an einem Naturschutzgebiet bis zur Grenze nach St. Margrethen führen. Das Augenmerk sei auf eine ressourcenschonende Umsetzung mit möglichst geringem Bodenverbrauch gesetzt worden, zwei Drittel der gesamten Strecke sind als Tunnel geplant.

St. Gallen befürwortet die Pläne

Der Kanton St. Gallen sowie Rheintaler Gemeinden äusserten sich bereits vor knapp zwei Jahren positiv zu diesem Vorhaben. Die Strassenverbindung der beiden Länder soll rasch umgesetzt werden. Eine leistungsfähige Verbindung der beiden Länder soll unter anderem den Grenzübergang Au-Lustenau entlasten, schrieb der Kanton St. Gallen in einer früheren Mitteilung.

Kritik kam am Dienstag hingegen von den Grünen Vorarlberg. In einer Stellungnahme bezeichneten sie das Vorhaben als «milliardenteure Sackgasse», die 2,1 Milliarden Euro koste. Zudem verweist die Partei auf eine Volksbefragung in Lustenau A. 2023 lehnten dort 77,4 Prozent der Befragten die Strasse ab.

Diverse Varianten wurden verworfen

Für die geplante Autobahnverbindung nach Österreich waren bereits beim Bau der A1 entsprechende Anschlüsse geplant worden. Seit rund 45 Jahren wird über die rund acht Kilometer lange Verbindung der Vorarlberger Rheintalautobahn mit der Schweizer A1 und A13 im Kanton St. Gallen diskutiert, diverse Varianten wurden geplant und wieder verworfen.

Vor über einem Jahr reichte die Asfinag beim Verkehrsministerium die aktuelle Projektvariante zur Prüfung ein. Die Genehmigung durch das Ministerium in Wien schaffe die Grundlage dafür, dass die Planungen für das «Infrastrukturprojekt von grosser regionaler und internationaler Bedeutung» zügig fortgesetzt werden könnten, so Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ).

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