178. Oktoberfest in München mit zwei Schlägen eröffnet
(Keystone-SDA) Mit dem traditionellen Ruf «O’zapft is» hat Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) am Samstag das 178. Oktoberfest eröffnet. Ude brauchte am Mittag nur zwei Schläge, um den Zapfhahn in das erste Fass mit Wiesn-Bier zu treiben.
Damit erreichte er wieder seinen Rekord vergangener Jahre. Im voll besetzten Schottenhamel-Zelt bekam die erste Mass Bier nach altem Brauch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), den Ude bei der nächsten Landtagswahl 2013 herausfordern will. Beide Politiker stiessen einträchtig «auf eine friedliche Wiesn» an.
Seehofer sagte zuvor: «Die Wiesn ist traditionell eine politikfreie Zone. Und so wollen wir es heut‘ auch halten.» Schon am Morgen strömten die Besucher in Massen auf die Theresienwiese, viele Festzelte waren lange vor dem Anstich überfüllt. Das diesjährige Oktoberfest dauert bis zum 3. Oktober.
Mass knackt Neun-Euro-Marke
Erwartet werden rund sechs Millionen Besucher aus der ganzen Welt. Die Bierpreise durchbrechen erstmals die Neun-Euro-Marke. Zwischen 8,70 Euro und 9,20 Euro kostet die Mass. 2010 wurden auf dem Oktoberfest 7,1 Millionen Mass Bier ausgeschenkt, 505’901 Brathähnchen und 119 Ochsen verspeist.
Die Sicherheitsvorkehrungen wurden dieses Jahr nochmals verschärft. Eine Anlage mit 200 Pollern rund um das Festgelände soll die Wiesn vor möglichen Terrorangriffen schützen. Das grösste Volksfest der Welt bietet 17 Tage lang auf einer Fläche von 34 Hektar neben Festzelten, Biergärten und Fahrgeschäften auch viel Nostalgie.
Die «Oide Wiesn» auf dem südlichen Teil der Theresienwiese bietet eine Retrospektive auf das Oktoberfest der vergangenen Jahrzehnte. Im vergangenen Jahr hatte die Wiesn ihren 200. Geburtstag gefeiert. Veranstaltet wurde das Fest aber nicht jedes Jahr.