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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Freundlich - Aufwärtstrend fortgesetzt

Dieser Inhalt wurde am 18. November 2009 - 09:50 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Nach der Verschnaufpause vom Vortag hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch seinen jüngsten Aufwärtstrend fortgesetzt. Im frühen Handels stieg der Dax um 0,45 Prozent auf 5.804,34 Punkte. Der MDax rückte um 0,59 Prozent auf 7.403,77 Zähler vor und der TecDax gewann 0,49 Prozent auf 783,36 Punkte.
Wegen gemischter Vorgaben aus Übersee fehlten von dort klare Impulse: So hatten die US-Börsen einen überwiegend richtungslosen Verlauf nach durchwachsenen Konjunkturdaten dank eines Endspurts mit Gewinnen beendet und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg seit dem Xetra-Schluss vom Vortag um 0,37 Prozent. Dagegen schloss der Nikkei-225-Index in Tokio schwächer. Von Unternehmensseite gab es nur wenige Nachrichten. Am Nachmittag dürften dann insbesondere die US-Verbraucherpreise sowie Daten vom Immobilienmarkt den Ton angeben.
Papiere von Air Berlin sprangen nach vorläufigen Zahlen um 4,29 Prozent auf 3,65 Euro hoch. Bereits am Vortag nach Börsenschluss hatte die im SDax notierte zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft berichtet, dass sie über den Sommer gut durch die Branchenflaute gekommen ist und höhere Gewinne verbucht hat als im Vorjahr. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand seine bisherige Prognose. Ein Händler sah die Zahlen "durch die Bank besser als erwartet". Besonders der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) und der Nettogewinn sähen gut aus. Zudem habe Air Berlin den Ausblick bestätigt, hob er positiv hervor.
Im Dax verloren Bayer-Aktien indes als Schlusslicht 2,44 Prozent auf 51,99 Euro. Ein Händler verwies auf Medienberichte, wonach die staatliche Investmentgesellschaft IPIC des Emirats Abu Dhabi Berichte zurückwies, sie sei an der Übernahme der Kunststoff-Sparte der Leverkusener interessiert. Man spreche mit Bayer lediglich über eine Zusammenarbeit. Das dürfte nach Ansicht des Börsianers den Kurs möglicherweise belasten. Die Nachricht, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA Hautrisiken bei Bayers Kontrastmittel Magnevist ausgemacht hat, wertete der Experte indes als eher kursneutral, zumal die Behörde selbst nicht verlangt, dass das Mittel vom Markt genommen wird.
Anteilsscheine von Munich Re gaben 0,44 Prozent auf 106,44 Euro ab, nachdem JPMorgan die Aktien des Rückversicherers von "Overweight" auf "Neutral" und das Kursziel von 131 auf 115 Euro reduziert hatte. Analyst Michael Huttner geht für das laufende und die kommenden beiden Jahren von einem geringeren Gewinn je Aktie als bislang aus. Als Grund nannte er vor allem die jüngsten Aussagen des Managements zur erwarteten Entwicklung des Gewinns und der Rendite auf das eingesetzte Kapital. Zudem habe die Munich-Re-Spitze erneut betont, dass sie keine zu hohen Risiken eingehen wolle. Dies begrenze die Gewinnaussichten.
Im MDax standen Titel aus der Baubranche im Mittelpunkt. Hochtief gewannen leicht überdurchschnittliche 0,82 Prozent auf 57,73 Euro. Händler verweisen auf einen Bericht der Schweizer Zeitung "Finanz & Wirtschaft", dem zufolge der Bau- und Dienstleistungskonzern am morgigen Donnerstag den Prospekt für den Börsengang (IPO) der Flughafen-Tochter Concessions vorlegen dürfte. Am Freitag sollten die Road Shows der Investoren beginnen. "Eine Überraschung ist das nicht, da Hochtief schon mitgeteilt hatte, dass im November das IPO-Marketing beginnt", urteilte ein Börsianer.
Aktien von Bilfinger Berger gewannen nach Presseberichten 0,59 Prozent auf 51,10 Euro. Ein Börsianer verwies zum einen auf den Artikel einer australischen Zeitung, wonach der geplante Spinn-off der australischen Aktivitäten des Baukonzerns bereits Interessenten angezogen habe. Die Deutsche Bank, Macquarie und RBS seien mit der Abwicklung des Geschäfts betraut. Der Händler sah es als leicht positiv, dass mit der Lend Lease Group and Laing O`Rourke jetzt konkrete Namen genannt würden. Zu erwarten sei ein Erlös von etwa einer Milliarde Euro. Wenig Bedeutung für den Kurs misst er indes einem Interview in der "Börsen-Zeitung" bei, wonach es laut Vorstandschef Herbert Bodner noch zu früh sei, sich über die Verwendung der Buchgewinne aus einem IPO Gedanken zu machen.
Puma-Titel büssten hingegen 1,45 Prozent auf 226,66 Euro ein. Wie der Mutterkonzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR) am Vorabend mitgeteilt hatte, plant er nicht, die Erlöse aus dem Börsengang der Tochter CFAO, die vor allem in Afrika ansässig ist, für eine Aufstockung seiner Puma-Anteile auf 100 Prozent zu nutzen. Das wirkte sich nach Ansicht eines Börsianers etwas negativ auf den Kurs aus.
Bei den Technologiewerten ging es für Evotec um 1,85 Prozent auf 2,20 Euro hoch. Das Hamburger Biotechunternehmen erhält bis zu 2,5 Millionen Euro Fördermittel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Damit stärke das Ministerium das Forschungs- und Entwicklungsprogramm von Evotec und die Aktivitäten innerhalb des Neu2-Konsortiums, teilte Evotec mit. "Der positive Stimmungstrend hält an", sagte ein Börsianer. Den nächsten charttechnischen Widerstand für die Aktie sieht er bei 2,23 Euro./gl/rum

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