Navigation

AKTIEN FRANKFURT/Schluss: Nahezu unverändert - Kaum Impulse

Dieser Inhalt wurde am 02. Dezember 2009 - 18:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben am Mittwoch nach einem ruhigen Handel kaum verändert geschlossen. Ohne wesentliche Impulse bewegte sich der Markt lange Zeit seitwärts. Auch Kursgewinne an der Börse in New York sorgten nur kurz für etwas frischen Wind in Frankfurt. Der Dax rückte am Ende um minimale 0,09 Prozent auf 5.781,68 Zähler vor und für den MDax der mittelgrossen Werte ging es um 0,02 Prozent auf 7.326,73 Zähler nach unten. Der TecDax legte um ebenfalls 0,09 Prozent auf 802,50 Zähler zu.
"Kurz vor Jahresende schliessen einige Anleger bereits ihre Bücher", kommentierte Händler Udo Becker von Merck Finck. Am Nachmittag hatten sich die Notierungen noch einmal aufgebäumt, nachdem der Dow-Jones-Index ein neues Jahreshoch markiert hatte. Doch angesichts enttäuschender US-Konjunkturdaten währte die Freude darüber nur kurz. In den USA ist die Beschäftigung im Privatsektor im November dem Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) zufolge etwas stärker zurückgegangen als erwartet.
MAN-Aktien waren im Dax mit plus 1,71 Prozent auf 52,99 Euro recht gefragt. Händler sprachen von einer Erholungsbewegung. Zudem stufte Equinet die Aktie von "Accumulate" auf "Buy" hoch. Am Vortag hatten die Titel des Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzerns belastet von Gerüchten und dem Aderlass in der Führung sehr schwach auf dem niedrigsten Stand seit Anfang September geschlossen.
Andere Autowerte zeigten sich am Mittwoch dagegen uneinheitlich nach den US-Absatzzahlen, die Signale für eine Trendwende auf dem US-Automarkt im November verstärkt hatten. Zu den Gewinnern zählten neben den asiatischen Herstellern auch Volkswagen und Daimler . Die Nobelmarken Audi und Porsche verbuchten ebenfalls einen besseren Absatz als vor einem Jahr. Dagegen verloren die US-Hersteller weiter Marktanteile. Auch BMW musste erneut einen Rückschlag einstecken. Ein Händler sagte: "Die Zahlen stützen heute die Aktien vieler deutscher Autobauer."
BMW konnte aber wegen rückläufiger Verkäufe des Mini mit den anderen Herstellern nicht Schritt halten. Die Aktien des Münchener Autobauers gaben um 1,46 Prozent auf 31,655 Euro nach, VW-Stämme sanken um 2,43 Prozent auf 79,47 Euro. Im Moment gilt das Interesse aber eher den als Dax-Kandidat geltenden VW-Vorzugsaktien, die um 3,58 Prozent auf 61,63 Euro anstiegen. Daimler gewannen 0,21 Prozent auf 35,18 Euro und Porsche 0,17 Prozent auf 46,63 Euro.
Bankenwerte fielen im Leitindex mit besonders schwachen Kursen auf. Commerzbank-Aktien sanken um 2,92 Prozent auf 6,15 Euro, Titel der Deutschen Bank verloren 1,43 Prozent auf 48,94 Euro. Marktteilnehmer verwiesen auf einen Artikel im "Wall Street Journal", demzufolge die Europäische Zentralbank erste Schritte für einen Liquiditätsentzug einleiten und die billigen Kredite langsam zurückfahren könnte. Ausserdem belasteten die Sorgen um die steigende Verschuldung Griechenlands und die immer wieder geäusserten Forderungen um erhöhte Eigenkapitalanforderungen. Auch Papiere der Deutschen Börse gaben um 1,18 Prozent auf 55,25 Euro nach. An den Börsenplätzen Eurex und ISE seien im November täglich nur im Schnitt 9,4 Millionen Kontrakte gehandelt worden. Diese Zahlen hätten ebenso enttäuscht wie die Entwicklung am Kassamarkt, sagten Händler.
Nach freundlichem Handelsbeginn rutschten Pfleiderer-Anteilsscheine um 2,07 Prozent ins Minus auf 7,10 Euro. Die Einigung des Möbel- und Bauzulieferers mit seinen Banken auf Eckpunkte der künftigen Finanzierung sorgte damit nur kurzzeitig für Anschlussgewinne nach dem bereits sehr starken Vortag. Höhere Kursziele von Analysten gaben ebenfalls keine nachhaltigen Impulse.
Titel von Hochtief fielen um 0,76 Prozent auf 52,40 Euro. Der Bau- und Dienstleistungskonzern wies Spekulationen über einen möglichen Abbruch des geplanten Börsengangs seiner Infrastruktur-Sparte Concessions zurück. Aktien von Gildemeister aber markierten mit einem Zuwachs von 4,64 Prozent auf 11,51 Euro die Spitze des MDax. Händlern zufolge wirkte ein Auftrag vom Dienstag noch positiv nach.
Im TecDax gaben Anteilsscheine von Pfeiffer Vacuum Technology um 1,11 Prozent auf 55,20 Euro nach. Der Spezialpumpenhersteller übernimmt den Göttinger Vakuumkomponentenbauer Trinos Vakuum-Systeme./la/nl

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?